
3. Liga
SKICLUB BEKAM ZUSCHLAG
So geht es nach Wachablöse in Bischofshofen weiter
Per Erdrutschsieg bekam der Skiclub Bischofshofen den Zuschlag für die Fußball-Infrastruktur. Die Sieger freuen sich auf die Aufgabe, auch erste Namen stehen bereits fest. Auf der schwer geschlagenen Gegenseite ist dafür das Ende einer Ära erreicht.
„Mit diesem klaren Ergebnis haben wir nicht gerechnet.“ Raimund Unger war am Donnerstagabend erleichtert. Der Skiclub Bischofshofen, wo der Jurist als „Vize“ von Präsident Manfred Schützenhofer tätig ist, bekam den Zuschlag für die örtliche Fußball-Infrastruktur mit 1. Juli 2026! Es war ein Kantersieg. Von 23 Stimmen – Unger nahm als ÖVP-Mandatar nicht daran teil – gingen 20 an den Skiclub, drei an den BSK. Jetmir Cadari, dritter Kandidat im Bunde, ging leer aus, war mit dem Ergebnis aber sehr zufrieden: „Es kann in Bischofshofen nur bergauf gehen.“
Bürgermeister Hansjörg Obinger (SPÖ) sprach nach der bestens besuchten Sitzung – viele Leute hatten keinen Sitzplatz mehr bekommen – von einem demokratischen Prozess, den man so anerkennen müsse. „Wir müssen jetzt nach vorne schauen“, sagte der Langzeit-Stadtchef.
Nach vorn schauen auch die Herren vom Skiclub. „Wir freuen uns auf die Zukunft“, sagten Unger und Schützenhofer unisono. Auch die ersten Personalien, die wichtige Aufgaben übernehmen sollen, sind bekannt. Wie etwa UEFA-Lizenz-Trainer Gerard Rubcic, der die sportliche Leitung übernehmen wird. Er spielte wie Alexander Hala, der mit dem Thema Kampfmannschaft (Einstieg wäre voraussichtlich in der 2. Klasse) betraut wird, einst selbst für den BSK. Weitere Namen sollen folgen.
„Und die Trainer stehen in der Warteschleife“, sagte Schützenhofer. Fix: Auch weitere Personalien werden eine Vergangenheit beim BSK haben. Der Name des Traditionsvereins, der im Jahr 2033 seinen 100. Geburtstag feiert, soll auch in Zukunft Bestand in der Stadt haben.
„Bischofshofen war immer ein zentraler Punkt“
Nach dem Zuschlag gehe es darum, den Kontakt mit den Nachbarvereinen zu intensivieren. „Bischofshofen war immer ein zentraler Punkt für den Fußball, vor allem für den Nachwuchs. Das ist für alle Vereine rundherum wichtig und das wollen wir wieder herstellen“, sagte der Präsident. Große Worte am Abend eines haushohen Sieges, genauso wie die Erwartungen an den neuen Mieter. „Aber wir können sie erfüllen“, sind sich Unger und Schützenhofer sicher.
Vor fast genau einem Jahr unternahm die Stadtpolitik Bischofshofen einen drastischen Schritt: Einstimmig kündigte sie dem BSK den Nutzungsvertrag für den Sportplatz mit 30. Juni 2026. Sport-Stadtrat Thomas Stauder sprach damals von einem „formalen Akt“. Natürlich lag da aber deutlich mehr dahinter, als der Politiker offiziell sagte. Es war die Konsequenz eines jahrelangen Dauerzwists, den Patrick Reiter, Entscheidungsträger beim BSK, mit der Stadtpolitik geführt hatte. Und so schloss sich fast auf den Tag genau ein Jahr später der Kreis. Der Traditionsverein, dem in der Bevölkerung aber der Rückhalt fehlt, steht, Stand jetzt, ab 1. Juli tatsächlich ohne sportliche Heimat da.
Die anwesenden Obmann Josef Reiter und „Vize“ sowie Nachwuchsleiter Stefan Würnitzer – Ex-Judoka Reiter war ferngeblieben – nahmen das Ergebnis zur Kenntnis. Wie es weitergeht, ist zumindest nach außen hin aber völlig offen. Bis 27. April muss der künftige Nordligist bekannt geben, wo kommende Saison gespielt wird. Obmann Reiter erklärte zwar, dass man sich in Verhandlungen befände, die Suche ist aber alles andere als leicht. Denn nicht nur im eigenen Ort hat sich der BSK in den vergangenen Jahren kaum neue Freunde gemacht. Wie und wo auch immer es beim aktuellen BSK weitergeht – der Beschluss am Donnerstag war das Ende einer Ära im Fußballverein.
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Bild: Andreas Tröster













