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07.01.2021, 10:18
Allgemein

DAMIT 2021 DEIN JAHR WIRD!

So setzt du dir Ziele im Fußball richtig

B42
Wie oft hast du dir schon Ziele gesetzt und sie letztendlich doch nicht erreicht?
Wir alle kennen diesen Prozess: Gerade zu Beginn des neuen Jahres sind wir motiviert, setzen uns neue Ziele und 12 Monate später stellen wir ernüchternd fest, dass wir doch nicht da angekommen sind, wo wir hin wollten.
Aber woran liegt das? Setzt du dir die falschen Ziele?
Sind deine Ziele einfach unrealistisch oder fehlt dir der richtige Plan, um deine Ziele zu erreichen?
In den meisten Fällen ist es eine Kombination aus all diesen Punkten.
Wie du dir zukünftig nicht nur die richtigen Ziele setzt, sondern diese auch viel zuverlässiger erreichst, erfährst du im folgenden Artikel.
 

Setze dir die richtigen Ziele für das neue Jahr

 “Kein Ziel zu haben, bringt ein Problem mit sich: Du kannst dein ganzes Leben lang, das Spielfeld rauf und runter rennen, ohne jemals zu treffen.” (Bill Copeland)
 
Wenn du dich konstant verbessern willst, brauchst du Ziele. Aber welche Ziele? Und wie formulierst du diese Ziele am Besten?
Wahrscheinlich hast du schon mal etwas von SMART-en Zielen gehört. Dein Ziele sollten also spezifisch, messbar, attraktiv, realistisch und terminiert sein.
“Ich will ein besserer Fußballer werden” ist dementsprechend kein passendes Ziel, “Ich werde bis zum letzten Saisonspiel mindestens 15 Tore erzielt haben!” hingegen schon.
Klingt eigentlich ganz einfach oder? Du sorgst nur dafür, dass dein Ziel klar formuliert ist und du es irgendwie messen kannst, um am Ende festzustellen, ob du es erreicht hast oder nicht.
So weit so gut. Doch wie bestimmst du für dich das passende Ziel und wie schaffst du es, das ganze Jahr über motiviert an deinen Zielen zu arbeiten?
 
Deine Ziele “SMART” zu formulieren, steht ganz am Ende des Prozesses, nicht am Anfang. Für Viele ist das jedoch oft der einzige Schritt in der Zielsetzung, was immer wieder zu Enttäuschung und Frustration führt.
Lass uns also ganz vorn anfangen. 
TitelCreditBild:


Was willst du wirklich erreichen?

Es geht nicht darum, “Was solltest du erreichen?” oder “Was musst du laut deinem Trainer, deinen Eltern oder deinen Teamkollegen erreichen?”, sondern “Was willst du wirklich erreichen?”.
Die Grundlage, um erfolgreich deine Ziele zu meistern, liegt darin, dass du ein Ziel verfolgst, das wirklich von dir ausgewählt wurde. “Zu groß, unrealistisch…”, was andere über dein Ziel denken, spielt keine Rolle.
Wichtig ist, dass du es wirklich erreichen willst.
 

Was musst du tun, um dein Ziel zu erreichen?

Sobald du dein Ziel kennst, solltest du dir darüber Gedanken machen, was du tun musst, um es Ziel zu erreichen.
Was sind die einzelnen Schritte, die du bis zu deinem Ziel gehen musst? Mach dir bewusst, welche Zwischenschritte notwendig sind, um zu deinem Ziel zu gelangen.
Nur so bist du in der Lage, den ganzen Weg schon vor dir zu sehen und dir die folgende Frage zu beantworten: “Bin ich bereit die nötigen Opfer für mein Ziel zu bringen?”
 

Jedes Ziel fordert sein Opfer

Egal, was du erreichen willst, du wirst dafür auf etwas Anderes verzichten müssen. Je größer dein Ziel, desto größer ist tendenziell das Opfer.
Vielleicht musst du Zeit mit Freunden opfern, auf Partys verzichten oder in Zukunft deine Ernährung anpassen. Jedes Ziel fordert seine Opfer und du solltest dir darüber im Klaren sein, bevor du überhaupt startest.
Oft vergessen wir genau diesen Schritt und stellen dann im Laufe der Zeit fest, dass wir nicht bereit sind, für unser Ziel auf bestimmte Dinge zu verzichten.
Verzicht klingt immer erstmal negativ.
Die gute Nachricht für dich lautet allerdings: Wenn du wirklich deine eigenen Ziele verfolgst, dann bist du meistens gerne bereit, Opfer zu bringen und lässt dich davon nicht aufhalten.
 
Bevor du dich an die weitere Planung deiner Ziele machst, solltest du noch eine wichtige Frage klären: “Bist du in der Lage, den Weg zu deinem Ziel zu genießen?”.
Je nachdem, was du erreichen willst, kann es durchaus etwas länger dauern, bis du ankommst. Wenn du dann auf dem Weg zu deinem Ziel permanent unzufrieden bist, weil es dir zu lange dauert, wird es ein langer, schwerer Weg.
Also lerne den Prozess zu genießen oder wie Konfuzius schon so schön gesagt hat: “Der Weg ist das Ziel.”
 
Hier nochmal alle wichtigen Fragen im Überblick, damit du zukünftig sicherstellen kannst, immer die richtigen Ziele ausgewählt zu haben:
 
Will ich dieses Ziel wirklich erreichen?
Was muss ich für dieses Ziel tun?
Bin ich bereit die Opfer für dieses Ziel zu bringen?
Bin ich in der Lage, den Weg zu meinem Ziel zu genießen?
 

So planst du deine Ziele richtig

Nachdem du dir erstmal Klarheit über dein generelles Ziel verschafft hast, geht es jetzt darum, einen möglichst genauen Plan zu entwickeln.
Du kennst dein Ziel, du weißt, wo du jetzt gerade stehst und kannst genau bestimmen, welche einzelnen Schritte du gehen musst, um dein Ziel zuverlässig zu erreichen.
Im Prinzip funktioniert deine Zielsetzung hier also wie Google Maps. Sobald der Zielort und Standort bekannt sind, bekommst du die schnellste Route angezeigt, nur das du die Routenplanung hier selbst übernehmen musst.
 
TitelCreditBild:

Setze dir Zwischenziele für dein großes Ziel in 2021

Ein wichtiger Schritt dabei sind Zwischenziele. Gerade bei großen Zielen geht im Laufe der Zeit schnell die Motivation verloren, wenn du das Gefühl hast, dass du keine Fortschritte machst.
Im Optimalfall weißt du genau, was du jeden Tag, jede Woche und jeden Monat erreichen musst, um am Ende auch dein großes Ziel zu verwirklichen.
Dadurch weißt du einerseits immer genau, was zu tun ist und andererseits sammelst du immer wieder kleine Erfolgserlebnisse.
Jedes erreichte Zwischenziel gibt dir ein gutes Gefühl. Du spürst deinen Fortschritt, was dich wiederum motiviert, weiterzumachen.
Versuche also dein Ziel immer in möglichst viele, kleine Ziele aufzuteilen. So machst du es dir selbst viel leichter.


Welche unterschiedlichen Ziele gibt es eigentlich?

Bevor du jetzt final dazu übergehst, deine Ziel aufzuschreiben, solltest du noch überprüfen, ob du für alle, der folgenden Kategorien Ziele gefunden hast:
 
Ergebnisziele
Leistungsziele
Handlungsziele
 
Ergebnisziele sind, wie der Name schon sagt, an ein konkretes Ergebnis gebunden.
Beispielsweise eine bestimmte Anzahl an Siegen, geschossene Toren oder Spielen ohne Gegentor. Ein Großteil all unserer Ziele fokussiert sich immer auf bestimmte Ergebnisse, doch leider hast du dieses Ergebnis nicht immer zu 100% selbst in der Hand und auch wenn du alles dafür tust, kann es sein, dass du dein Ziel am Ende verfehlst.
Die Entscheidungen deines Trainers kpnnen gegebenfalls auch dafür sorgen, dass du nicht alle Saisonspiele bestreiten kannst und schon ist dein Ziel in Gefahr, ohne dass du unmittelbar daran Schuld bist.
 
Aus diesem Grund ist es wichtig, dass deine Ziele immer auch auf bestimmte Leistungen und Handlungen fokussiert sind.
Zum Beispiel könntest du dir das Ziel setzen, deine Sprintgeschwindigkeit zu erhöhen oder deine Sprungkraft zu verbessern. Um das zu erreichen, musst du zukünftig vielleicht 2-3 Mal pro Woche gezielt daran arbeiten.
Aus deinen Leistungszielen ergeben sich also automatisch die Handlungsziele. Der Vorteil bei diesen Zielen ist, dass du sie zu 100% unter Kontrolle hast.
Auch wenn Leistungs- und Handlungsziele nur ein Mittel zum Zweck sind und dir letztendlich dabei helfen, deine Ergebnisziele zu erreichen, solltest du nicht darauf verzichten.
Du wirst dadurch zu einem besseren Spieler und kommst deinem großen Ziel näher.
 

Soll man bei der Zielsetzung nach den Sternen greifen?

Aber wie groß sollte dein Ziel eigentlich sein? Im besten Fall etwas zu groß.
Das heißt, das Maximum, dass du erreichen willst, sollte dich (Stand heute) noch etwas einschüchtern. Um dennoch zu vermeiden, dass du an deinem Ziel zweifelst, kannst du einfach ein Maximal-, ein Optimal- und ein Minimalziel setzen.
Das Minimalziel erklärt sich von selbst. Was ist das Mindeste, das du erreichen willst? In den meisten Fällen liegt dieses Ziel in recht greifbarer Nähe.
Das Optimalziel ist der Punkt, an dem du wirklich zufrieden mit dir selbst wärst. Du könntest in den Spiegel schauen und wärst stolz auf dich.
Das Maximalziel bringt dich auf ein ganz neues Level. Du bist dir jetzt wahrscheinlich noch nicht zu 100% sicher, dass du dieses Ziel wirklich erreichen wirst, aber du spürst schon in dir: “Es könnte möglich sein!”
Sei dir einfach bewusst, dass du immer zu mehr in der Lage bist, als du dir jetzt vorstellen kannst.
Dein Maximalziel sorgt einfach dafür, dass du etwas höher zielst und damit am Ende sicher dein Optimalziel erreichst.    
 

SMARTe Ziele und wie du sie formulierst

Nachdem du jetzt den kompletten Prozess der Zielsetzung für dich durchgegangen bist, kannst du wieder zurück zum Anfang kommen, denn jetzt hast du die richtige Grundlage geschaffen, um dir SMARTe Ziele zu setzen.
Nimm dir also jedes einzelne Ziel vor und passe die Formulierung an.
Ein SMARTes Ziel wäre beispielsweise: “Ich habe bis zum 30.06.2021 meine Laufleistung über 10km um 5 Minuten verbessert.”
 
TitelCreditBild:
Hier nochmal eine kleine Übersicht für dich, um die SMART-Methode richtig zu nutzen:
 
S...spezifisch: Dein Ziel sollte so klar wie möglich sein.  
M...messbar: Du kannst deinen Fortschritt mit Zeiten, Gewichten oder Ähnlichem messen.
A...attraktiv: Dein Ziel sollte dich motivieren. Du willst es erreichen.
R...realistisch: Es sollte möglich sein, dein Ziel im gesetzten Zeitraum zu erreichen.
T...terminiert: Du hast ein klares Enddatum, an dem du dein Ziel erreicht haben willst.
 
Vielleicht hast du mittlerweile schon festgestellt, dass die richtige Zielsetzung etwas umfangreicher ist, als du bisher angenommen hast. Doch dieser Prozess wird sich bezahlt machen.
Jede Minute, die du zu Beginn in deine Zielsetzung investierst, spart dir am Ende Tage oder Wochen, wenn nicht sogar Jahre, in denen du einfach nur planlos in alle Richtungen rennst.

“Ein Ziel, das du richtig gesetzt hast, hast du schon zur Hälfte erreicht.” (Zig Ziglar)

Be Fearless.
Be Focussed.

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