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Kronen Zeitung

am 21.11.
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SALZBURG GEGEN STURM

Die Mwepus: Eine schrecklich nette Kicker-Familie

Kronen Zeitung
Bei Salzburg gegen Sturm kommt’s heute zu einem besonderen Spiel: Bulle Enock Mwepu trifft auf seinen jüngeren Bruder Francisco. Davor kam es zum großen„Krone“-Familieninterview...


Sie telefonieren täglich, heute prallen sie in der Bundesliga aufeinander: Sturms Francisco Mwepu will seinem Bruder Enock ein Haxl stellen.

Wie blickt ihr dem ersten Bruder-Duell entgegen?

Enock Mwepu: Ich bin aufgeregt. Wir spielen zum ersten Mal gegeneinander, das ist besonders. Am Ende müssen wir unbedingt Trikots tauschen.

Francisco: Ich freue mich schon sehr auf unser Treffen. Das wird eine harte Herausforderung, ist wie ein Finale für uns beide.

Gibt es etwas, worum ihr den anderen menschlich beneidet?

Francisco: Nein, Enock ist ein super Typ. Wenn du was brauchst, ist er immer für einen da. Auf ihn kann ich mich verlassen.

Enock: Wir sind uns sehr ähnlich, sind beide gläubige Christen.

Wer ist talentierter?

Enock: Ich denke, ich habe von Gott etwas mehr Talent mitbekommen. Nicht umsonst habe ich den Spitznamen Computer. Aber er ist ein super Torjäger, kann gut dribbeln, den Ball halten, ist kopfballstark.

Francisco lacht: Wir haben beide gleich viel Talent! Aber ich bewundere meinen Bruder. Er pusht mich mit seinen Leistungen. Er hat so viel Energie, gibt nie auf.

Salzburgs Enock MwepuTitelCreditBild: GEPA

Mit wem hatten es eure Eltern als Kinder leichter?

Enock: Mit mir (lacht). Ich war ein ruhiges Kind, habe immer auf Mama und Papa gehört. Francisco ist der Jüngere, wollte immer spielen, hat sie geweckt. Wenn er etwas kaufen sollte, dann hat er das nicht gemacht.

Francisco: Mein Bruder hat mich in unserer Kindheit bei den Spielen andauernd geschlagen. Aber in Salzburg drehe ich den Spieß diesmal um und schlage ihn.

Wohin soll die Profi-Reise einmal gehen, gibt es eine Liga, die euch besonders reizen würde?

Enock: Ich habe mich in Salzburg extrem weiterentwickelt. Aber natürlich freue ich mich darauf, eines Tages in einer noch größeren Liga zu spielen.

Francisco: Meine Konzentration gilt ganz Sturm. Ich will Tore machen und dem Team helfen. Meine Zukunft wird sich dann schon weisen.

Was schätzt ihr besonders an Österreich?

Francisco: Die Menschen sind nett und lustig, ich habe keine Schwierigkeiten. Ich fühle mich wie zuhause.

Enock: Ich schätze es, wie nett die Leute hier sind. Ich fühle mich pudelwohl.

Eure Tipps für das Spiel?

Francisco: Wir sind gut in die Saison gestartet, alles ist möglich. Ich bin zuversichtlich, dass wir bestehen werden.

Enock: Ich habe ihm gesagt, dass wir 4:1 gewinnen werden. Er darf dann auch gerne ein Tor machen.


Burghard Enzinger, Kronen Zeitung

Christoph Nister, Kronen Zeitung