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Kronen Zeitung

03.11.2020, 13:10

SILZ/MÖTZ UND FÜGEN

Spitzenklubs können mit Stopp gut leben!

Kronen Zeitung
Aus und vorbei! Die Herbstserie in der Tiroler Liga kann nach dem neuerlichen Corona-Lockdown der Bundesregierung nicht zu Ende gespielt werden. Vielfach herrscht darüber großes Unverständnis. Nicht aber bei den beiden Spitzenvereinen SPG Silz/Mötz und Fügen. Die Maßnahme stößt dort auf relativ viel Einsicht ...

Das Gipfeltreffen zwischen den auf den Rang zwei liegenden Zillertalern und dem Tabellenführer aus dem Oberland hätte am Wochenende das Highlight der Liga sein sollen. Doch dazu kam es nicht! Fügen-Trainer Thomas Luchner: „Nachdem wir vorher schon nicht trainieren hatten können, gab’s bei Nachtestungen wieder vier positive Tests. Und einige Leute von uns mussten übers Wochenende in Quarantäne bleiben. Wir haben das dann an den Verband gemeldet, von dem das Spiel abgesagt wurde.“

Dass es jetzt wieder einen Lockdown gibt, der auch den Unterhausfußball betrifft, findet Luchner laut eigenem Bekunden gut. „Die Zahl der Infizierten ist einfach zu hoch. Da können wir keinem mehr unseren Sport verkaufen.“


„Gesundheit geht vor“

„Ich hätte den Lockdown schon früher gemacht“, sagt SPG-Chef Christian Kranebitter aus Mötz. „Natürlich ist es für uns aus sportlicher Sicht schade. Ich glaube, dass es uns gelungen wäre, nach den 15 Herbstrunden an der Spitze zu stehen. Aber die Gesundheit der Menschen steht über allem! Für alle jene, die von der Krankheit betroffen sind, ist der Fußball hingegen nicht mal mehr eine Nebensache.“

Sowohl Kranebitter als auch Luchner hoffen nun auf das Frühjahr. „Wobei mich schon die Sorge umtreibt, dass auch diese Saison wieder nicht zu Ende gespielt werden kann“, räumt Kranebitter ein. Denn er hält einen weiteren Lockdown nach dem Winter für möglich.


Peter Leitner