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Kronen Zeitung

23.01.2021, 06:05
Bundesliga

SPRUNG AUF PLATZ EINS

„Hat uns oft gerettet!“ Rapid feiert „Rückkehrer“

krone Sport

Für Rapid hat die Frühjahrssaison der Bundesliga mit dem Sprung auf Platz eins begonnen. Durch den 4:1-Heimsieg am Freitag über Sturm Graz stehen die Hütteldorfer zumindest bis Sonntag, wenn Red Bull Salzburg und der LASK erstmals in diesem Jahr ins Geschehen eingreifen, auf der Spitzenposition. Viel Lob gab es für Goalie-Rückkehrer Richard Strebinger: „Er hat uns einige Male gerettet!“


Trotz des klaren Sieges war im Allianz Stadion kein Triumphgeheul zu hören. Flügelspieler Thorsten Schick etwa ließ der momentane Tabellenstand ziemlich kalt. „Das ist für die Medien spannender als für uns“, beteuerte der Rechtsverteidiger. „Abgerechnet wird erst am Schluss.“ Eine kleine Zwischenbilanz lässt sich aber schon jetzt ziehen: Rapids Ausbeute von 27 Punkten aus den ersten 13 Runden ist die beste seit elf Jahren, man fügte Sturm die erste Auswärtspleite in dieser Spielzeit und die erste Niederlage nach sieben Bewerbspartien zu. Gleich viermal musste der davor 550 Pflichtspiel-Minuten unbezwungene Grazer Goalie Jörg Siebenhandl hinter sich greifen. In den vorangegangenen 14 Bewerbspartien hatte Sturm insgesamt nur fünf Gegentore kassiert.

Bild: GEPA pictures

Und auch die latenten Probleme bei Standardsituationen scheinen bei Rapid behoben zu sein. Defensiv ließ man bei ruhenden Bällen nichts anbrennen, offensiv gelangen zwei Tore aus Cornern. „Wir trainieren oft Eckballvarianten“, berichtete Stürmer Ercan Kara, der aus einem Corner auf 1:0 stellte.

Erstes Liga-Match seit 25. Oktober
Ein positiver Aspekt war auch der Auftritt des alten und neuen Rapid-Einsergoalies. Richard Strebinger eroberte den im Vorjahr verlorenen Stammplatz von Paul Gartler zurück und bot in seinem ersten Liga-Match seit 25. Oktober eine starke Leistung. „Aber in erster Linie bin ich froh über den Sieg, der steht über allem“, betonte der Niederösterreicher.

Lob für Strebinger gab es von Rapid-Trainer Dietmar Kühbauer. „Er hat uns einige Male gerettet“, sagte der Burgenländer. In der ersten Hälfte verzeichnete Sturm ein klares Chancenplus. „Da haben wir nicht so nach vorne attackiert“, bemängelte der Coach.

An der Darbietung in der zweiten Hälfte gab es dann praktisch nichts mehr zur kritisieren. „Was mir gefallen hat war, dass wir nie aufgehört haben. Wir wollten auch noch das fünfte Tor machen. Früher hätten wir vielleicht nach dem 3:1 gesagt, wir spielen es trocken nach Hause“, erklärte Kühbauer.