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Kronen Zeitung

08.01.2021, 21:00
Allgemein

TANNER ÜBER AARONSON

„Er ist sensationell gut für einen 20-Jährigen“

Christoph Nister

Ernst Tanner gerät bei Neo-Bulle Brenden Aaronson ins Schwärmen. Salzburgs Ex-Akademiechef verrät dessen Vorzüge und Schwächen und vergleicht einen ehemaligen Wahl-Mozartstädter mit dem Fünf-Millionen-Neuzugang.


Teams aus Deutschland, Schottland, Belgien und Italien waren an Brenden Aaronson dran. Am Ende machte aber Salzburg das Rennen um den 20-Jährigen, der mit einer Ablöse von über fünf Millionen Euro zum Rekordtransfer von Philadelphia Union avancierte.

„Ich habe schon geschaut, Brenden zum richtigen Verein zu bringen“, grinst Ernst Tanner im Gespräch mit der „Krone“. Der Deutsche ist Sportdirektor beim Klub aus der Major League Soccer, zeichnete davor als Akademieleiter in Salzburg für diverse Toptransfers verantwortlich. Und hat Aaronson gesagt, „dass ich mich an seiner Stelle ganz klar für Salzburg entschieden hätte.“

Das tat auch der zweifache US-Teamspieler und soll nun an der Salzach den nächsten Schritt auf der Karriereleiter tätigen.

"Brenden bringt im Sinne der Spielphilosophie sehr viel mit, gerade von der physischen Seite. Für einen 20-Jährigen sind seine Laufwerte sensationell gut, er ist immer im Pressingmodus."Ernst Tanner, Sportdirektor bei Philadelphia Unionfan.at quote icon

Tanner: „Ein echter Musterprofi“
„Brenden ist für sein Alter sehr reif und ein echter Musterprofi“, gerät der 54-Jährige ins Schwärmen, wenn er über Aaronsons Vorzüge spricht. Wie Trainer Jesse Marsch ist auch Tanner davon überzeugt, dass den Jungspund keine Anpassungsprobleme plagen werden. „Er bringt im Sinne der Spielphilosophie sehr viel mit, gerade von der physischen Seite. Für einen 20-Jährigen sind seine Laufwerte sensationell gut, er ist immer im Pressingmodus.“

Auch technisch hat Aaronson einiges zu bieten, ist Tanner überzeugt. Was er verbessern muss? „Den Torabschluss, den linken Fuß und das Kopfballspiel – wobei die Frage ist, ob das von großer Bedeutung ist.“

Tanner sieht bei Salzburgs Neuem Ähnlichkeiten mit Takumi Minamino. „Der war auch so eine Arbeitsbiene.“