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Kronen Zeitung

17.12.2020, 15:31
Allgemein

ABSCHIEDSINTERVIEW

Dominik Szoboszlai: „Ich konnte kein Deutsch ...“

krone Sport

„Das erste Problem: Ich konnte kein Deutsch.“ Dominik Szoboszlai, ab Jänner bei RB Leipzig unter Vertrag, erinnert sich in einem „Abschiedsinterview“ auf dem Haus-eigenen YouTube-Kanal des FC Red Bull Salzburg an seine Anfänge bei den Bullen. „Diese dreieinhalb Jahre sind sehr schnell vergangen. Ich habe sie wohl noch gar nicht richtig realisiert“, so Szoboszlai.


Er habe „viel erlebt“ bei Salzburg - „obwohl ich noch 20 bin. Es war eine geile Zeit.“ Eine geile Zeit, die zunächst mit Problemen begann. „Als ich nach Salzburg kam, konnte ich kein Deutsch, Englisch auch nur ein bisschen“, erinnert sich der ungarische Super-Techniker. „Es ging dann aber sehr schnell. Ich habe viele Deutsch-Kurse belegt, viele Leute haben mir geholfen. Ich war in der Schule - nicht oft, aber schon manchmal“, schmunzelt er.

Mit 16 packte Szoboszlai seine Sachen und wanderte nach Salzburg aus. „Ich habe meine Familie zurückgelassen. Aber alles nur, weil ich Fußball liebe.“

Dank an Dabbur und Berisha
Den wichtigsten Menschen in seinem Leben und seiner Karriere sieht Szoboszlai in seinem Vater. „Ohne ihn wäre ich vielleicht auch Profi-Fußballer, aber nicht auf diesem Niveau. Ohne ihn wäre ich nicht da, wo ich jetzt bin.“ Weitere wichtige Weggefährten für den jungen Szoboszlai seien Munas Dabbur und Valon Berisha gewesen: „Sie haben mir richtig viel geholfen.“

Bild: GEPA pictures

Mit Salzburg zweimal in der Champions League zu spielen, war sein Ziel, sagt Szoboszlai. „Das haben wir erreicht. Ich glaube, dass wir auch mehr verdient hätten. Aber wir haben gegen Weltklasse-Mannschaften gespielt, das muss man auch bedenken.“

„Das Richtige gefunden“
Ob der Zeitpunkt für den Wechsel nach Leipzig der richtige ist? „Das wird man sehen“, sagt der Ungar: „Aber mein Vater, mein Berater und ich - wir entscheiden immer zu dritt - hatten ein gutes Gefühlt. Wir hatten einfach das Gefühl, dass ich jetzt diesen Schritt machen muss. Ich glaube, dass ich das Richtige für mich gefunden habe. Die deutsche Bundesliga ist doch etwas Anderes als die österreichische Bundesliga.“

Sprach‘s und beendet das Abschiedsinterview - diesen Schluss legt eine spitzfinde Betrachtung der Abschlussszene nahe - mit dezent feuchten Augen.