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Kronen Zeitung

am 14.8.

KEINE AUFSTOCKUNG!

ÖFB erlaubt Rapid Wien II den Gang in die 2. Liga

Kronen Zeitung
Viele haben es schon vermutet - jetzt ist es fix: Rapid Wien II wird kommende Saison nicht mehr in der 3. Liga, sondern in der 2. Bundesliga an den Start gehen. Somit spielen in der Regionalliga Ost in der Saison 20/21 nur mehr 13 Klubs. „Wir lassen uns sicher nicht auf der Nase herumtanzen“, so Traiskirchens Obmann Werner Trost.

Das ÖFB-Präsidium hat dem Antrag der Österreichischen Fußball-Bundesliga stattgegeben, somit spielt der SK Rapid II in der Saison 2020/21 in der HPYBET 2. Liga. Diese Mitteilung wird die Klubs der 3. Liga nicht erfreuen. Denn nach Ebreichsdorf und den Mattersburg Amateuren verabschieden sich jetzt auch die Grün-Weißen aus der Regionalliga. Bundesliga Vorstandsvorsitzender Christian Ebenbauer: „Ich möchte mich bei allen Kollegen des ÖFB-Präsidiums bedanken. Die 2. Liga ist Drehscheibe zwischen Profi- und Amateurfußball sowie Plattform für die Entwicklung von jungen Talenten. Gerade nach den Geschehnissen der letzten Wochen und Monate wird es noch wichtiger sein, dass die 2. Liga diese Funktionen weiter ausüben kann.“

Armutszeugnis und Horror-Szenario für die 3. Liga
Nach dem Abhandenkommen der drei Vereine hat man natürlich auf eine Aufstockung der Liga auf 16 Klubs gehofft. Diese wurden aber bereits beendet. Die beteiligten Landesverbände haben sich sehr bemüht, für die Regionalliga Ost eine Lösung mit 16 Vereinen zu finden, die
Rechtssicherheit bietet. Das war leider nicht möglich. Beispielsweise haben aus dem Burgenland sowohl der ASV Siegendorf (Tabellenführer zum Zeitpunkt des Abbruchs) als auch der FC Deutschkreutz (Herbstmeister) den Aufstieg in die Regionalliga für sich beansprucht. Weiters führt der Simmeringer SC bereits mehrere Gerichtsverfahren gegen den ÖFB, da er die Abbruchsentscheidung des ÖFB-Präsidiums nicht akzeptiert und den Aufstieg von der 2. in die 1. Wiener Landesliga einklagt. Vor diesem Hintergrund war eine Aufstockung der Regionalliga Ost nicht durchführbar.

Für die Beteiligten natürlich ein Schlag ins Gesicht: „Jetzt müssen wir uns natürlich mit den restlichen Klubs an einen Tisch setzen und über diese Entscheidung diskutieren. Schauen wir Mal, ob wir die Meisterschaft so beginnen, wie sie vorgesehen ist“, ist Traiskirchens Obmann Werner Trost außer sich, „auf der Nase lassen wir uns sicher nicht herumtanzen.“


Marco Cornelius, Kronen Zeitung