
Kronen Zeitung
„KRONE“ IN SCHOTTLAND
Sturm auf der Hut – Fans färben Edinburgh schwarz
Nur noch wenige Stunden, bis der SK Sturm am Dienstagabend in Schottland gegen Heart of Midlothian den Einzug in die dritte Qualirunde der Champions League fixieren will. Die Fans der Schwarz-Weißen machen in diesen Stunden mobil, am Abend steht man einer „Wand“ gegenüber.
Ein Blick rein in den Tynecastle Park im schottischen Edinburgh genügt, um eines zu wissen: Auf den SK Sturm kommt am Dienstagabend abseits des „guten, schottischen Wetters“ bei regnerischen 19 Grad eine mehr als heiße Atmosphäre zu. Die Schotten, die im Inneren des Stadions bereits mit Sprüchen wie „Blut sieht man auf unserem weinroten Trikot nicht“ auf ihr Kämpferherz aufmerksam machen, werden nach dem 0:4 nicht nur am Rasen das Messer zwischen den Zähnen haben.
Denn sollte das Herz der Hearts bei einem frühen Treffer plötzlich wieder zu schlagen beginnen, bekam man schon gestern beim Blick auf die steilen Tribünen, die kaum einen Meter von der Outlinie weg emporragen, einen Vorgeschmack darauf, was sich in dieser Arena so alles abspielen kann.
Rund 20.000 werden erwartet. Im Hexenkessel wird bewusst auf VIP-Logen verzichtet – um mehr Platz für die „echten“ Fans zu haben, die diesmal trotz des 0:4 von Graz-Liebenau wohl umso mehr an das Wunder von Edinburgh glauben. Die Sturm-Fans halten allerdings dagegen, tauchen seit Montag bereits Schottlands Hauptstadt in Schwarz-Weiß. Vom berühmten „Grassmarket“ Edinburghs aus marschierten die Hardcore-Fans am Matchtag rund sechs Kilometer bis zum Stadion.
„Es liegen schwierige 90 Minuten vor uns, weil die Außenwelt grundsätzlich glaubt, dass wir hier schon durch sind“, erklärte Coach Fabio Ingolitsch, der mit Albert Vallci auch den schottischen Kollegen gestern in astreinem Englisch Rede und Antwort stand. „Hearts hat nichts mehr zu verlieren, wird versuchen, ein Offensivfeuerwerk hinzulegen. Da geht’s vor allem darum, dass wir kühl im Kopf bleiben.“
Einer, der das wohl besser kann als alle anderen bei Sturm, ist Otar Kiteishvili, der für das Rückspiel heute noch ein kleines Fragezeichen ist. „Ich hoffe, dass er beginnen kann. Er hat aber keine Vorbereitung gespielt, von daher ist seine Belastung nicht so leicht zu steuern“, so Ingolitsch, der selbst wie Feuer brennt. „Der Aufstieg und damit die Sicherung eines internationalen Startplatzes wäre das Größte, was ich als Trainer bisher erreicht habe.“
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Bild: GEPA



























