
Kronen Zeitung
HALBFINAL-SPERRE DROHT
Diesmal blieb die FIFA hart: Gelb für Olise bleibt
Dass Schiedsrichterentscheidungen nachträglich geändert werden, ist nach dem Fall Balogun nichts Neues. Der Protest von Frankreich gegen die gelbe Karte von Michael Olise gegen Paraguay wurde von der FIFA nun abgelehnt. Womit er wie 18 weitere Spieler vorbelastet ins Viertelfinale geht und bei einer weiteren im Halbfinale zusehen müsste.
Das 1:0 im Achtelfinale zwischen Frankreich und Paraguay bleibt wohl nicht wegen sportlicher Schönheit in Erinnerung, zumal die Südamerikaner immer und immer wieder durch ihre harte Gangart in Erscheinung getreten waren, worauf es in der Nachspielzeit zu einem Handgemenge gekommen war. Während der Paraguays Matias Galarza dabei aber ohne gelbe Karte davon gekommen war, gab‘s für Frankreich Star Michael Olise – der seinen Gegenspieler kurz am Trikot gepackt hatte – die Verwarnung.
Protest von Frankreich wirkungslos
Für den französischen Verband eine klare Fehlentscheidung und nach dem Eklat um die ausgesetzte Rotsperre von US-Boy Folarin Balogun nun natürlich eine Selbstverständlichkeit, dagegen zu protestieren. Der einen Tag vor dem Viertelfinale gegen Marokko von der FIFA aber abgelehnt worden war. „Wir haben heute Morgen die Entscheidung der FIFA erhalten, dass die Gelbe Karte aufrechterhalten wird“, bestätigt Nationaltrainer Didier Deschamps auf der Pressekonferenz.
Eine Entscheidung, die richtig schmerzt! Denn damit geht Olise vorbelastet in das Viertelfinal-Duell gegen Marokko und wird zumindest bei Zweikämpfen mit Handbremse agieren müssen. Bei einer weitereren Verwarnugn würde ihm eine Sperre in einem möglichen Halbfinale drohen.
Mit dieser „Last“ ist der fünffache Assistgeber aber nicht alleine – insgesamt gehen 18 Spieler in die Runde der besten Acht. Während bei den Franzosen auch Manu Kone und Bradley Bacola in „gelber Gefahr“ leben, sind es beim Gegner Marokko mit Achraf Hakimi, Issa Diop, Redouane Halha, Azzedine Ounahil und Bilal El Khannouss immerhin fünf Kicker.
Frankreich: Michael Olise, Manu Kone, Bradley Bacola.
Marokko: Achraf Hakimi, Issa Diop, Redouane Halhal Bilal El Khannouss, Azzedine Ounahi.
England: Declan Rice, Jude Bellingham, Marc Gehi, Nico O‘Reilly.
Schweiz: Denis Zakaria, Granit Xhaka, Miro Muheim.
Argentinien: Gonzalo Montiel
Spanien: Ferran Torres.
Norwegen: Antonio Nusa.
Belastung erlischt nach dem Viertelinfale
Aber während sich diese „Bad-Boys“ im Viertelfinale auf einem schmalen Grat bewegen, könnten sie im Halbfinale wieder frei von der Leber spielen. Denn nachdem die gelben Karten bereits nach der Vorrunde zurückgesetzt wurden, geschieht dies auch nach dem Viertelfinale, damit Spieler bei einem möglichen Finaleinzug nicht gesperrt wären.
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Bild: AFP/ALFREDO ESTRELLA





















