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Kronen Zeitung

16.03.2024, 18:30 Uhr
TSV HartbergSV Licht-Loidl Lafnitz

IM KONZERT DER GROSSEN

Erst Leichtgewicht – nun Hartberger Schwergewicht

Georg Kallinger

Hartbergs Fußballer starten am Sonntag (17 Uhr) mit der wohl allerschwersten Prüfung in die Mission Meistergruppe: Salzburg, auswärts! Erschrecken müssen die Oststeirer deswegen allerdings nicht. Schon gar nicht Manuel Pfeifer. Der Hartberger erfüllte sich mit den Highlight-Spielen bereits einen Bubentraum.


Rückblick: Hartberg steigt 2018 in die Bundesliga auf. Mit dabei: Manuel Pfeifer. „Damals hab ich aber schnell gemerkt, dass sich das nicht ausgeht!“ Der Grund: körperlich! Den Kopf ließ der Hartberger, dessen ganze Familie in der Stadt daheim ist, darum aber nicht hängen. Über Umwege namens Lafnitz und Allerheiligen fand er den Weg zurück zum Heimatverein. Als Verteidiger. „In Allerheiligen hat mich Trainer Zoran Eskinja dort hingestellt. Ich hab ihm viel zu verdanken. Als Kind war ich Stürmer, jetzt kann ich mir aber keine andere Position mehr vorstellen.“

Im Jänner 2023 unter Markus Schopp konnte man sich auch nicht vorstellen, dass das noch immer der gleiche Manuel Pfeifer von damals war. Rund zwölf Kilo mehr Muskelmasse hatte sich der heute 24-Jährige (vor allem in Corona-Zeiten) antrainiert. „Ich hab gewusst, dass ich zulegen muss.“ Gesagt, getan. Denn jetzt ist Pfeifer aus der Schopp-Startelf links hinten nicht mehr wegzudenken.

Bild: GEPA pictures

„Aufgegeben hab ich den Bundesliga-Traum aber nie“, so Pfeifer, der 2023 zum Tabellenletzten Hartberg gekommen war. Mittlerweile steht der TSV in der Meistergruppe. Und Pfeifer selbst ist keine 100.000 Euro wie zu Lafnitz-Zeiten 2021 in Liga zwei mehr wert, sondern 800.000! Das macht ihn hinter Teamspieler Entrup (1,5 Mio.) mit dem Trio Bowat, Komposch und Avdijaj zum zweitteuersten Kaderspieler und einem TSV-„Schwergewicht“! 

Bild: GEPA pictures

Ob sich Pfeifer mit seinen Leistungen bereits in die Auslage für andere Klubs gespielt hat? „Derweil ist‘s ruhig“, grinst Manuel, der sich auf die größten Spiele der Klubgeschichte freut. Meistergruppe – und nicht wie in Corona-Zeiten vor leeren Rängen. „Oma, Opa, Tante, die ganze Familie ist bei uns immer im Stadion. Das ist wunderschön. Für den Verein sind diese Spiele auch etwas ganz Besonderes.“ Erklärtes Ziel: „Salzburg und Sturm sind wohl vorne weg, aber mit den anderen sind wir gleichauf!“


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