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Kronen Zeitung

15.03.2024, 17:00 Uhr
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SV GROSSPETERSDORF

„Feuerwehrmann“ mit dem PSG-Flair soll beruhigen

Thomas Steiger

Richard Niederbacher nimmt am Trainerstuhl in Großpetersdorf Platz und löst Langzeit-Coach Andi Konrad ab! Der Ex-Internationale hat den Auftrag, den Klub in ein angenehmes Fahrwasser in der 2. Liga Süd zu führen. Und dabei auch den ein oder anderen „Brandherd“ zu löschen.


„Das war eine äußerst schwere Entscheidung für mich und uns alle. Wenn man mit einem Trainer privat schon lange befreundet ist, tut das auch ein wenig im Herzen weh“, sagt Obmann Harald Schneller. Der SV Großpetersdorf hat sich von Langzeit-Coach Andi Konrad getrennt – einvernehmlich! „Ein großes Danke an Andi für die letzten Jahre“, so Schneller. Aber: „Es kam eigentlich von beiden Seiten. Der Punkt ist erreicht, wo man neue Impulse setzen muss, das war dann allen Beteiligten klar.“

Auch, weil intern in den letzten Wochen Diskussionen und kleine „Streitigkeiten“ aufkamen. Spieler waren mit dem Status quo nicht zufrieden, Funktionäre ebenso nicht. Das „Herumdümpeln“ in der 2. Liga Süd – man ist vom angestrebten Platz fünf weiter weg als von den Abstiegsrängen – macht keinen glücklich. „Rang zehn ist nicht unser Anspruch“, weiß auch Schneller, aber „wir hatten viele Verletzte und zig längere Ausfälle, das muss man auch bedenken“.

"Ich glaube, alleine mit seinem Auftreten wird er einiges bewegen. Die Burschen kennen ihn, wissen, was er geleistet hat. Das verschafft automatisch Respekt."Großpetersdorf-Obmann Schneller über Niederbacher fan.at quote icon

Für frischen Wind – und die nötige Ruhe – soll jetzt eine rot-weiß-rote Kicker-Ikone sorgen. Richard Niederbacher! Der 62-Jährige hat den klaren Auftrag, als „Feuerwehrmann“ die Saison zu retten. Und aufkeimende „Brandherde“ im Team vorzeitig zu löschen, genauer gesagt im Keim zu ersticken. „Ich glaube, alleine mit seinem Auftreten wird er einiges bewegen. Die Burschen kennen ihn, wissen, was er in seiner aktiven Karriere geleistet hat. Das verschafft automatisch Respekt“, weiß Schneller. Stationen wie Rapid, Sturm, Waregem (Bel), LASK, Leoben – und auch Paris St. Germain (Fra)! Niederbacher bringt ein gewisses Flair in den Landessüden. 

Kontakt seit Rapid-Kickerl

Ein grün-weißes Kickerl vor mehr als zehn Jahren stellte den Kontakt zwischen Schneller und dem Neo-Coach her. „Damals spielten die Rapid-Legenden. Wir kamen ins Gespräch, plauderten viel. Seither sind wir im regelmäßigen Austausch“, erzählt der Obmann. Es entwickelte sich eine Freundschaft, die jetzt in einer gemeinsamen Tätigkeit für den Fußball-Klub mündet.

„Ich habe ihn angeschrieben, ihn gefragt, ob er sich das vorstellen kann. Richard war ohne Trainer-Job, somit frei für uns. Er war auch gleich begeistert.“ Niederbacher soll erstmal bis zum Ende der Spielzeit das Zepter beim SV schwingen. Danach ist vieles möglich. „Aktuell ist die Situation für alle klar. Aber wer weiß. Ich denke, beide Seiten könnten sich ein weitere Zusammenarbeit vorstellen. Dafür müssen aber die Ergebnisse und Auftritte stimmen“, so Schneller.


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