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25.06.2021, 18:30 Uhr
EM 2024

Italien: Diese Kicker kommen auf Österreich zu!

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TW:Gianluigi Donnarumma(22):
Gianluigi Donnarumma wird mittlerweile vielen österreichischen Fußballfans ein Begriff sein. Der (immer noch) junge Torhüter hält mittlerweile bei bemerkenswerten 251 Profieinsätzen für den AC Milan und 29 Spiele für die italienische Nationalmannschaft. Ab Juli wird er höchst wahrscheinlich für Paris Saint-Germain auflaufen.
Auf was müssen sich nun Arnautovic, Baumgartner und co. einstellen, wenn sie auf seinen Kasten zulaufen?
Auf der Linie ist Donnarumma absolute Weltklasse, durch seine knapp 2 Meter Körpergröße sind auch Flanken eventuell nicht das richtige Mittel. Defizite besitzt er allerdings im Spiel mit dem Ball am Fuß, was schon das ein oder andere Mal in einem Gegentor bzw. einem gefährlichen Angriff für den Gegner mündete. Folglich kann es ratsam sein, ihn früh unter Bedrängnis zu bringen, hier ist er immer wieder für Fehler gut.

LV: Leonardo Spinazzola(28):
Leonardo Spinazzola ist für viele Fans mitunter die Überraschung der EM. Der Linksverteidiger des AS Rom war mit 33,8 km/h der schnellste Spieler im bisherigen Turnier, was ihn als Gegenspieler äußerst unangenehm macht. Ebenfalls ist sein ausgeprägter Offensivdrang auffällig, hier kommt auf Stefan Lainer einiges zu, oftmals wird er Unterstützung aus dem Mittelfeld oder der Offensive benötigen, um Spinazzola und seinen Linken Flügel Insigne in Schach halten zu können. Vor allem die Flanken des 28-Jährigen sind oftmals sehr gefährlich.

IV: Francesco Acerbi (33):
Der gebürtige Mailänder hat eine berührende Geschichte hinter sich. Der aktuelle Abwehrchef von Lazio Rom erkrankte 2013 an Hodenkrebs, welcher nach knapp 1 Jahr besiegt werden konnte, seither gilt er als geheilt. Sein sportlicher Stern ging danach erst so richtig auf. Nach seinem Wechsel zu Sassuolo Calcio, wo er unter anderem in der UEFA Europa League Gruppenphase auf den SK Rapid Wien traf, wechselte er zur Saison 2018/19 zu Lazio Rom. Fortan etablierte er sich als einer der besten Innenverteidiger in der Serie A. Acerbi's große Stärke ist sicherlich sein hervorragendes Kopfballspiel und seine Zweikampfstärke am Mann, Probleme bekommt er, ähnlich wie Innenverteidiger-Kollege Bonucci, wenn es um die Sprintgeschwindigkeit bzw. das Konterspiel des Gegner geht. Hier könnten ein Arnautovic oder ein Baumgartner schon einmal vorbeiziehen!

IV: Leonardo Bonucci (34):
Leonardo Bonucci ist wahrlich ein "altes", italienisches Innenverteidiger-Schlachtross! Der Juventus Innenverteidiger besticht seit vielen Jahren auf seiner Position mit Führungsqualitäten, Zweikampfstärke, hervorragendem Kopfballspiel und, was für einen Innenverteidiger nicht gang und gäbe ist, einer sehr starken Spieleröffnung. Oftmals schlägt Bonucci 40-50 Meter Bälle, welche die Offensivakteure der Squadra Azzurra in gute Positionen bringen. Hier muss die Defensive Österreichs gewarnt sein! Das (womöglich einzige) Defizit weißt der mittlerweile 34 Jährige im Bereich der Geschwindigkeit auf, hier gilt für die österreichische Offensive die gleiche Devise wie bei Acerbi: Tempo, Tempo, Tempo!

RV: Giovanni di Lorenzo (27):
Di Lorenzo ist vermutlich weniger Fans in Österreich ein Begriff. Der rechte Außenverteidiger schnürt seine Fußballschuhe seit dem Sommer 2019 für den SSC Neapel. Seit seinem Wechsel wurden seine Auftritte konstant stärker, was sich schließlich im Debüt für Italien widerspiegelte. Di Lorenzo ist das perfekte Beispiel eines sehr konstanten Spielers, er fällt im Spiel eher selten auf, bringt aber immer seine Leistung, ähnlich wie sein RV Pendant im österreichischen Team, Stefan Lainer. Gefährlich in di Lorenzo's Spiel sind vor allem seine Flanken und Hereingaben, woraus in der abgelaufenen Saison 8 Tore resultierten.

ZDM: Jorginho (29):
Der gebürtige Brasilianer gewann heuer mit seinem Klub dem FC Chelsea die UEFA Champions League, was gleichzeitig sein bisher größter Erfolg ist. Jorginho besticht durch exzellentes Passspiel, hat eine ungemeine Ruhe am Ball und dirigiert das Spiel der Italiener von der "6" aus nahezu perfekt. Des weiteren läuft bzw. stellt er geschickt Passwege zu, was es für die gegnerische Offensive schwer macht, das italienische Mittelfeld zu überspielen. Als "Defizit", wenn man es so nennen mag, kann man das Zweikampfverhalten nennen. Hier muss Österreich bissig und körperbetont dagegenhalten, um den Dirigenten der Squadra Azzurra nicht zur vollen Entfaltung kommen zu lassen.

ZM: Nicolo Barella (24):
Nicolo Barella ist Italien's und Inter Mailand's Mittelfeldmotor Nummer 1. Barella ist wahrscheinlich der wichtigste Spieler in der Mannschaft von Italien. Der 1,72 m große Mittelfeldspieler besticht durch so ziemlich alles, was man sich von einem modernen Achter erwartet:
Schnelligkeit, Spielwitz, Aggressivität, Übersicht, Zweikampfstärke und vor allem, was eventuell nicht alltäglich erscheint, ungemein starke Dribblings. Ebenfalls stellt seine Laufstärke und das damit verbundene, für das aktuelle Italien bezeichnende Pressing, eine große Stärke dar. Mit einem Marktwert von 65 Millionen Euro ist er auch der wertvollste Profi im Kader von der Azzurri. Ihn in den Griff zu bekommen wird mitunter eine der wichtigsten Aufgaben für das österreichische Mittelfeld sein, wobei man ihn nie gänzlich aus dem Spiel nehmen kann.

ZM: Marco Verratti (28):
Marco Verratti ist wahrscheinlich der Star im Team von Italien. Der kleine Mittelfeldspieler besticht durch eine ungemeine Spielintelligenz, eine große Ruhe am Ball, Zweikampfstärke und seine generelle Präsenz am Platz. Verratti ist beinahe überall am Feld anzutreffen. Mit Paris Saint-Germain gewann Verratti in den vergangen Jahren Titel um Titel, was ihn zusätzlich zu diesem Führungsspieler reifen lies, der er heute ist. Am Samstag wird es für Österreich definitiv darauf ankommen, dieses Weltklasse Mittelfeld nicht zur Entfaltung kommen zu lassen. Der Schlüssel zum Erfolg könnte die körperliche Komponente sein. Laimer, Schlager und Sabitzer sind physisch mit Sicherheit eine Stufe über ihre 3 italienischen Kontrahenten zu stellen, eine körperbetonte Spielweise "schmeckt" den Italienern mit Sicherheit nicht. Teamchef Franco Foda wird sich sicherlich etwas in diese Richtung überlegt haben.

LF Lorenzo Insigne (30):
"Lorenzinho", wie er liebevoll in Neapel genannt wird, ist mit seinen 1,63 m Körpergröße der kleinste Spieler im Turnier. Aber wie heißt es so schön? Klein und oho! Insigne spielte vergangene Saison die stärkste seiner Karriere. Mit 19 Treffern und 7 Assists war er der maßgebliche Mann im Angriff des SSC Neapels. Insigne's Spielstil kann man gut mit einem warmen Messer, welches durch die Butter geführt wird, vergleichen: Er ist wahnsinnig wendig, "wuselt" sich durch gegnerische Verteidigungslinien und hat einen berüchtigten rechten Fuß, mit dem er ein ums andere Mal von links nach innen zieht und den Ball gerne ins lange Eck zirkelt. Hier wird Österreich's Defensive gewarnt sein, ihm auf gar keinen Fall Platz für seine Abschlüsse zu gewähren. Das Zusammenspiel mit Kollege Spinazzola war eines der Erfolgsrezepte Italiens in der Gruppenphase. Österreich ist gewarnt!

ST Ciro Immobile (31):
Ciro Immobile ist ein Torjäger per excellence! Der Stürmer von Lazio Rom wurde in der Saison 2019/20 mit 36 Treffern der Goldene Schuh für Europas besten Torschützen verliehen, in der abgelaufenen Spielzeit waren es immerhin 20 Treffer, die "Ciro" erzielen konnte. Bei der Europameisterschaft gelangen ihm bereits 2 Tore, was noch lange nicht seinen Hunger stillen konnte. Immobile besitzt einen hervorragenden Abschluss, geht oftmals in die Tiefe und ist auch technisch beschlagen. Sein Kopfballspiel wird unsere Innenverteidigung ebenfalls vor Probleme stellen, jedoch glauben wir fest daran, dass sie den Knipser der Azzurri zumindest am morgigen Samstag kaltstellen werden. Danach kann er in der Serie A dort weitermachen, wo er aufgehört hat: Tore schießen.

RF Domenico Berardi (26):
Domenico Berardi wird eher den Vorzug vor Juventus's Federico Chiesa bekommen. Berardi ist seit Jahren der Kapitän vom italienischen Provinzklub US Sassuolo. Der Rechtsaußen besticht durch seine Ballsicherheit, seine gute Übersicht und generell seinem Spielverständnis. Sein linker Fuß ist in der Serie A (17 Tore und 8 Assists in der vergangenen Saison) berühmt berüchtigt. Auch bei der Europameisterschaft konnte er schon 2 Treffer vorbereiten. Sein wahrscheinlicher Gegenspieler wird David Alaba heißen, was somit bedeutet, dass Berardi bei der EM noch nicht auf so einen starken Verteidiger getroffen ist. Ob er am morgigen Samstag so zur Entfaltung kommen wird, wie er es bisher getan hat, bleibt abzuwarten. Wir hoffen es natürlich nicht!

Alles in allem wird es einen Sahnetag unseres Nationalteams benötigen, um die seit 32 Spielen ungeschlagenen Italiener aus dem Turnier werfen zu können! Wir drücken die Daumen und sind gespannt, was morgen nach 90 bzw. 120 Minuten auf der Anzeigetafel stehen wird!

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