
Kronen Zeitung
HERAUSRAGENDER MANN
Match-Star Gosens: „Soll ich das Ding mitnehmen?“
„Soll ich das Ding hier jetzt mitnehmen, oder was?“, schmunzelte Robin Gosens in die Kamera. Mit, zumal persönlichen, Auszeichnungen hat der DFB-Kicker sichtlich noch nicht überbordende Erfahrung. Nach seiner Gala-Vorstellung im EM-Kracher gegen Portugal könnte er sich aber womöglich langsam daran gewöhnen. Nicht von ungefähr wurde er zum „Star of the Match“ gewählt.
Die UEFA kürt, nicht zuletzt als Marketing-Gag für Sponsor Heineken, für jedes Spiel den „Star of the Match“. Gewählt wird er von offiziellen UEFA-Delegierten. Diesmal dürfte ihnen die Wahl nicht sonderlich schwergefallen sein. Praktisch in allen Kritiken kassierte Robin Gosens, der auf Klub-Ebene für Atalanta Bergamo rackert, die besten Haltungsoten.
Apropos Noten: Hier können Sie selbst die Performance der deutschen Nationalmannschaft gegen Portugal bewerten:
Zu früh über 1:0 gejubelt
Der Reihe nach: 4:23 Minuten war das Spiel alt, als der 27-jährige Gosens mit einem spektakulären Seitfallzieher den ambitionierten Start der DFB-Elf scheinbar krönte. Doch das Tor zählte nicht, weil sich Serge Gnabry bei der vorangegangen Flanke im Abseits befunden und auf die Situation eingewirkt hatte.
Später bereitete Gosens das Tor von Kai Havertz zum zwischenzeitlichen 3:1 vor, jenes zum 4:1 erzielte er dann selbst. Diesmal zählte es auch. Und dazwischen überzeugte Gosens mit einer bärenstarken, einer „sensationellen“ Leistung, wie krone.tv-Experte Otto Konrad im EM-Studio urteilte.
„Ordentlich Druck am Kessel“
Und Gosens selbst? Ging‘s im offiziellen Interview nach dem 4:2-Sieg recht cool an. Wiewohl er schon wusste, dass vor dem Spiel „ordentlich Druck am Kessel war“. Aber Deutschland habe „leidenschaftlich“ und „eine Riesenpartie“ gespielt. „Und im Gegensatz zum Frankreich-Spiel haben wir uns diesmal auch belohnt.“ Denn: „Wer die Tore schießt, gewinnt.“ Stimmt. Ach ja: „Das Ding“ bitte nicht vergessen!
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