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15.06.2021, 18:09 Uhr
Österreich

Arnautovic außer Rand & Band, folgt Strafe?

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Marko Arnautovic.
Kaum ein Sportler in Österreich polarisiert so sehr wie der Wiener.
Zuletzt konnte man im Testspiel gegen die Slowakei, vor allem aber im ersten EM 2020(21) Spiel des Nationalteams gegen Nordmazedonien eindrucksvoll mitverfolgen, wie wichtig er fürs Team, respektive für deren Erfolg ist.
Arnautovic kam in der 59. Minute beim Stand von 1:1 in die Partie, war von Anfang an ein ständiger Unruheherd für die nordmazedonischen Abwehrreihen.
Nachdem sich der bullige und technisch versierte Stürmer ein ums andere Mal mit den Verteidigern aufgerieben hatte, war es in der 89. Minute schließlich soweit:
Marko Arnautovic erlöste endgültig eine ganze Nation und sicherte seinem Team mit einem starken Treffer zum 3:1 Endstand die ersten 3 Punkte in einer EM Endrunde überhaupt.

So weit, so gut.
Wäre da nicht der emotionale Ausbruch Arnautovic's nach dessem Treffer in Richtung des Nordmazedoniers Alioski gewesen.
Nach einem Wortgefecht am Spielfeld ging es nach der Partie weitaus friedlicher zu. Arnautovic und Alioski standen nach dem Spiel beisammen, besprachen die Szene und die vergangenen 90 Minuten. Alioski gab sogar öffentlich bekannt, dass sich Arnautovic nach der Partie sogar noch in die nordmazedonische Kabine begeben hat, um sich noch einmal zu entschuldigen, Alioski nahm die Entschuldigung an und sagte, dass Marko "sehr fair" gewesen sei.

Ende gut, alles gut?
Mitnichten.

Der nordmazedonische Fußballverband reichte bei der UEFA Beschwerde wegen vermeintlicher rassistischer Äußerungen Arnautovic's ein. Aktuell wird über eine etwaige Strafe debattiert.
Diese könnte von einer Geldstrafe bis hin zu einer Sperre eines oder mehrerer Spiele führen.

Die Meinung des Autors zu diesem Thema ist, dass, wenn sich Spieler nach der Partie die Hand reichen, sich über etwaige strittige Situationen unterhalten können und der vermeintlich beleidigte Spieler öffentlich sagt, dass alles gut sei, man hier kein unnötiges Fass aufmachen sollte und die Causa ruhen lassen kann. ÖFB Teamkollege Gregortisch brachte es auf den Punkt: "Geschimpft wird überall, von der 1. Klasse bis zur EM, wenn es nach der Partie wieder gut ist, dann passt das auch."

Nachdem das hier allerdings offensichtlich nicht der Fall ist, bleibt abzuwarten, wie die UEFA entscheidet.
Da Österreich bereits am Donnerstag auf die Niederlande trifft, wird für morgen eine Entscheidung erwartet.
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Danke für Dein Interesse. Diese Abstimmung ist leider schon vorbei - hier siehst du das Ergebnis.
Er wird zu einer Geldstrafe verurteilt
49,0%
Er wird nicht bestraft
33,0%
Er wird für 1 EM Spiel gesperrt
10,0%
Die EM ist für ihn vorbei
8,0%

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