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Kronen Zeitung

06.02.2021, 06:48
ÖFB Cup

INTERVIEW NACH CUP

Prohaska zittert wegen Vienna-Star um seinen Job

krone Sport

Knapp, aber doch hat Viertligist Vienna am Freitag den Cup-Kracher gegen Sturm Graz mit 0:1 in Unterzahl verloren. Die Enttäuschung beim Wiener Kultklub hielt sich allerdings in Grenzen. Vienna-Star Mario Konrad analysierte die Partie im ORF-Interview derart perfekt, dass sogar Experte Herbert Prohaska Angst um seinen Job bekam.


„Bis zur 16. Minute, diesem Ausschluss waren wir schon unter Druck, da haben wir uns ein bisschen schwergetan in die Partie reinzukommen“, startete Mario Konrad seine Analyse zum Spiel. „Komischerweise haben wir aber ab der roten Karte den Kampf angenommen. Da gebührt der Mannschaft ein Riesen-Kompliment, nach diesen 95 Minuten. Zumal es für uns irrsinnig schwierig war in den vergangenen Wochen nur zu trainieren und Testspiele zu bestreiten. Sturm war hingegen im Rhythmus. Trotzdem glaub ich, dass wir eine sehr gute Leistung abgerufen haben. Ich glaube, mit elf Spielern hätten wir es sogar noch ein bisschen spannender gestalten können.“

Bild: GEPA pictures

Ja, das wäre wohl so gewesen - und ja, das sah auch ORF-Chef-Analyst Herbert Prohaska so. „Ich hoffe, der ORF macht ihm kein Angebot“, so die Austria-Ikone im Studio, „denn in der Analyse war er heute besser als ich“. Was für ein Lob für den mittlerweile 38-jährigen Ex-Bundesliga-Spieler. Aber wer weiß, wie lange die aktive Karriere des Stürmer-Stars der Vienna noch dauert ...

Fingerspitzengefühl
Fest steht: Vienna-Trainer Alex Zellhofer konnte den Ausschluss nicht verstehen. Marcel Toth, Stabilisator als Sechser, hatte den gestreckten Fuß gegen Sturms Balaj ausgefahren und ihn am Kinn getroffen, was Referee Jäger mit Rot ahndete (16.). „Mit ein wenig Fingerspitzengefühl hätte er es bei Gelb belassen können!“

Bild: GEPA pictures

Seine Analyse zum Spiel: „Unsere Leistung war schwer in Ordnung. Wir haben am Anfang zu viel Respekt gezeigt, dann gut reingefunden, aber dann war der Knackpunkt die Rote Karte. Doch die Mannschaft hat voll gefightet, leider war es am Ende zu wenig. Derzeit ist bei uns eine Phase der Ungewissheit da. Ich hoffe, dass wir bald auf den Fußballplatz zurückkehren dürfen.“