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Kronen Zeitung

22.12.2020, 08:28
Bundesliga

„KRONE“-FUSSBALLERWAHL

Schlager: „Wir müssen uns nun alle anpassen“

krone Sport

Ehe die 54. „Krone“-Fußballerwahl beginnt, blickt mit LASK-Keeper Alex Schlager der letzte Sieger auf ein Jahr mit unfassbaren Höhen und Tiefen zurück und sagt: „Es war extrem lehrreich“.


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err Schlager, als Sie Anfang des Jahres von den „Krone“-Lesern mit 140.000 Stimmen zum Fußballer des Jahres gewählt wurden, sprachen Sie von einer „unglaublichen Wertschätzung“! Wie erlebt die ein Profi nun in Zeiten von Geisterspielen?
Sehr viel über Social Media! Auch ich versuche, den Fans damit Nähe zu geben. Ich vermisse sie aber trotzdem genauso wie sie mich.

Bild: krone

Für Sie muss sich das Jahr ja aufgrund der extremen Höhen und Tiefen fast surreal anfühlen: Es begann mit Ihrem Triumph bei der Fußballerwahl und dem sensationellen Platz eins des LASK nach dem Bundesliga-Grunddurchgang. Dann kamen Corona-Training und Punkteabzug, umgekehrt wieder Länderspiele und Europa-League-Highlights. Die aber alle nur in menschenleeren Stadien?
Für mich war dieses Jahr persönlich und menschlich extrem lehrreich. Es gab so viele Momente, in denen man merkte, welchen Stellenwert der Fußball im Gegensatz zu anderem hat.

Bild: krone

Was war für Sie der emotionalste Moment 2020?
Der, in dem das Virus über uns gekommen ist. Weil man gesehen hat, dass wir alle in einem Boot sitzen. Das war für mich eine sehr nachdenkliche Zeit. In der es galt, die Lehren aus allem zu ziehen und trotzdem gleichzeitig den Mut zu haben, dass man weitermachen muss und sich nicht unterkriegen lassen darf. Mir ist dabei aber auch aufgefallen, wie sehr Gesellschaft und Bevölkerung doch zusammenhalten.

Waren Sie durch Corona in Ihrem engsten Umfeld auch selbst betroffen?
Von meiner Familie hat’s zum Glück niemand gehabt. Aber sehr viele Freunde waren infiziert und auch der Bruder meiner Frau.

Wie wird Weihnachten in diesem Corona-Jahr?
Anders! Normalerweise verbringen in meiner Familie 20 Personen den Heiligen Abend gemeinsam. Doch es wird noch viele Weihnachten geben. Wir müssen uns nun einfach alle anpassen.

Georg Leblhuber, Kronen Zeitung