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Kronen Zeitung

23.11.2020, 11:52

FRUST NACH TORFESTIVAL

Rapid: Zu „dumm“ für den Sprung an die Spitze

Kronen Zeitung
„Das war einfach nur dumm. Wir hatten eine riesige Chance, haben zweimal geführt. Das darfst nicht verlieren.“ Nicht nur Rapids Kapitän Max Hofmann war nach dem 3:4 in Ried fassungslos. Da hatte Grün-Weiß die große Chance auf Platz eins, auf die Tabellenführung und dann kassiert man beim Aufsteiger die erste Pleite in dieser Saison, fiel auf Platz drei.


Was bei Didi Kühbauer das Fieber sicher wieder in die Höhe schnellen ließ. Rapids Trainer musste gestern (wie Rieds Baumgartner) ja krank passen, litt daheim im Bett mit. Falls sein Fernseher die Partie bis zum Schlusspfiff überlebt hat: Die lasche erste Halbzeit; das nicht gegebene 2:0; die Naivität nach der 3:2-Führung; die Fehler in der Abwehr bei den Standards.

TitelCreditBild: APA/GERT EGGENBERGER

„Wir waren in den Zweikämpfen nicht aggressiv, robust genug“, war Manfred Nastl, gestern Interims-Chef auf der Bank, enttäuscht. „Natürlich ist es nicht schön, wenn man einmal die Verantwortung hat und dann verliert.“ Wobei er sich mit Kühbauer - auch kurz in der Pause - abgestimmt hatte.

Gestern lag es nicht am Trainer, sondern an den Spielern. Wobei Nastl eingestand: „Ein Ljubicic mit seiner Dynamik hat gefehlt.“ Er wird noch länger fehlen.

Ausgerechnet Grüll
Und dann sorgte mit Marco Grüll ausgerechnet jener Rieder für das K. o., den Rapid nach Murgs Abgang im Sommer noch unbedingt wollte. Da scheiterte der Blitztransfer.

TitelCreditBild: GEPA pictures

Im Winter soll es den nächsten Transferanlauf geben - allerdings: Salzburg ist auch dran. Die Frage, ob er nun teurer geworden sei, kostete Grüll nur einen Grinser: „Das weiß ich nicht.“


Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung