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Kronen Zeitung

am 19.11.

NACH FAST-BLAMAGE

In vier Monaten muss Foda Lösungen parat haben

Kronen Zeitung
Das Nationalteam zittert sich am Mittwoch zu einem peinlichen 1:1 gegen eine norwegische „Not-Elf“. Gruppensieg und Aufstieg zu Europas Besten ist das einzig Positive. Das Fußballjahr 2020 endet aber mit mehr Sorgen als Freude.


Mit „Fußball-Feuerwerk“ zu Platz eins! Sechster Sieg in Serie, jetzt Angriff auf den Allzeit-Rekord einer österreichischen Nationalmannschaft von sieben Erfolge en suite. Wie gerne hätte man diese Schlagzeilen verfasst.

Aber stattdessen fallen einem zur Vorstellung gegen Norwegens „Not-Elf“ nur Schlagwörter wie „Blamage“ oder „Peinlichkeit“ ein.

TitelCreditBild: Sepp Pail

Bis zur 94. Minute musste man zittern, um zumindest ein Unentschieden zu retten. Das sorgte dafür, dass Österreich in der Nations League Gruppensieger wurde und sich bei der nächsten Ausgabe dieses Bewerbs mit Europas Besten messen darf - das einzig Positive neben dem Aspekt, dass sich der ÖFB über wichtige Einnahmen freuen darf.

Dazu hat man sich ein mögliches „Hintertürl“ Blickrichtung WM 2022 geschaffen, zwei Gruppensieger der Nations League erhalten die Möglichkeit, am Play-off teilzunehmen - da könnte Österreich dabei sein, wenn man es via normaler Quali nicht schafft.

TitelCreditBild: APA/GEORG HOCHMUTH

Aber 2020 endet mit mehr Sorgen als Freude. Auch Teamchef Franco Foda wird genau wissen, dass nächstes Jahr Blickrichtung EURO eine gewaltige Steigerung her muss. Ergebnisorientierter Fußball schön und gut - aber es mussspielerisch mehr kommen. Foda hebt jedoch bereits warnend den Zeigefinger: „Ohne Urlaub und mit den vielen Belastungen wird es leider noch schwieriger werden.“

Die Aufgabe für Foda wird sein, aus allen alles rauszuholen, gelang gestern nicht, obwohl der Teamchef zu Recht sagt: „Es ist nicht alles schlecht, wir hatten auch gute Spiele in der Nations League.“ In vier Monaten trifft man sich wieder - dann muss Foda Lösungen parat haben. Er ist gefordert, die Spieler allerdings auch.


Peter Klöbl, Kronen Zeitung