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Kronen Zeitung

06.11.2020, 09:01

„JOJO“ ALS MATCHWINNER

Trotz Tränen darf der LASK jubeln

Kronen Zeitung
“Jojo“ Eggestein erzielte bei 1:0 gegen Antwerpen das Linzer Siegtor. Stürmer war durch Verletzung des Kollegen ins Spiel gekommen. LASK musste lange zittern, weil Holland nach Foul Gelb-Rot sah.


Nach Ranftl-Vorarbeit nahm sich „Jojo“ Eggestein eine Gruber-Flanke im Sechzehner von Antwerpen mit der Brust herunter und traf eiskalt ins kurze Eck zum 1:0 für den LASK (54.). „Ich bin instinktiv gestartet“, so der Deutsche, der für den verletzten Raguz gekommen war. Ein Traumtor, das völlig verdient war. Weil die Elf von Dominik Thalhammer besser war. Nach 214 Sekunden setzte Gruber zu zentral die erste offensive Duftmarke, dann wurde ein Wiesinger-Hammer aus 30 Metern abgefälscht (14.) und Raguz rutschte nach einer Ranftl-Flanke der Standfuß am Fünfer weg (21.).

TitelCreditBild: OLIVIER HOSLET

Antwerpen blass
Antwerpen? Die Belgier, die in der Vorwoche Tottenham 1:0 besiegt hatten, hatten nach einer halben Stunde keinen Torschuss oder Eckball. Die erste gefährliche Szene gab’s nach 34 Minuten durch einen Verstraete-Schuss. Da musste Teamkeeper Alex Schlager ebenso wenig eingreifen wie über weite Strecken des Spiels. Dann lähmte der Verletzungs-Schock um Marko Raguz kurz die Linzer. „Marko hatte Tränen in den Augen“, sagte Spielmacher Michorl. „Ich hoffe noch, dass es doch nicht so schlimm ist“, so Trainer Thalhammer.

TitelCreditBild: GEPA pictures/ Manfred Binder

Die Linzer machten es sich dann selbst schwer. James Holland, der nach einer Wadenverletzung retour gekommen war, rutschte unglücklich von hinten in einen Gegenspieler, sah Gelb-Rot (68.). Danach mussten der LASK zu zehnt lange zittern. Aber Antwerpen kam zu keinen gefährlichen Szenen. Im Gegenteil, im Konter hatte Balic die Entscheidung am Fuß, spielte aber nicht auf Eggestein (86.). Es blieb beim 1:0 für die Linzer, die erstmals in der Gruppe kein Gegentor kassierten. Zuvor hatte man gegen Tottenham (0:3) und Ludogorets (4:3) drei Treffer bekommen.


Markus Neißl, Kronen Zeitung