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Kronen Zeitung

27.10.2020, 08:31

HITZIGE WAC-PARTIE

Kühbauer: „Letztklassig“ ++ „schwer enttäuscht“

Kronen Zeitung
Nach Rapids 4:3-Sieg beim WAC ging‘s hinter den Kulissen heiß her. Was Trainer Didi Kühbauer als „letztklassig“ empfand und warum er von seinem Ex-Klub „schwer enttäuscht“ ist. Eine Kolumne von Rainer Bortenschlager.


„Die Art und Weise muss ich nicht jede Woche haben, sonst hänge ich am Lasso.“ Das dramatische 4:3 im Lavanttal ging Didi Kühbauer an die Substanz. Auch die verbalen Scharmützel. „Das ist letztlassig“, war etwa Rapids Trainer unüberhörbar fassunglos, als Wolfsbergs Novak - nachdem Ullmann verletzt den Ball freiwillig ins Out gespielt hatte - mit dem Einwurf eine gefährliche Aktion einleitete.

TitelCreditBild: GEPA pictures

Didi sucht Liendl
Wegen der (Un-)Fair-Play-Szene suchte Kühbauer nach dem Spiel sogar noch mit WAC-Kapitän Michael Liendl das Gespräch. Da hatte Wolfsberg-Präsident Dietmar Riegler bereits auf der Mittelauflage (!) Referee Stefan Ebner verbal „bearbeitet“. Und Rapids Spieler beim Gang in die Kabine von VIP-Gästen auf der Haupttribüne einiges mitbekommen.

„Viel Geld gebracht“
„Ich bin schwer enttäuscht“, nahm Kühbauer die Feindseligkeiten seines Ex-Klubs zur Kenntnis. „Ich habe keinen Elfmeter gepfiffen. Die Leute vergessen leider sehr schnell, dass ich hier gute Arbeit gemacht und dem Klub viel Geld gebracht habe.“

TitelCreditBild: APA/GERT EGGENBERGER

Nach Lasso in die Luft
Schon heute geht Kühbauer aber wieder in die Luft. Um 8 Uhr startet Rapids Charter nach Molde. Einen Tag früher als in der Europa League üblich. Aber notwendig. Weil von Kapitän Dejan Ljubicic und Co. gleich nach der Landung die von der UEFA vorgeschriebenen Abstriche genommen, die PCR-Tests dann aber nach Oslo ins Labor geschickt werden müssen.

Das kann dauern, bis man die hoffentlich negativen Ergebnisse hat - daher geht Rapid kein Risiko ein.


Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung