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Kronen Zeitung

20.10.2020, 12:12

Neumarkt darf wieder träumen

Kronen Zeitung
▶ Zuletzt stagnierten die Wallerseer nach dem bitteren Zwangsabstieg in der erweiterten Salzburger Liga-Spitze ▶ Das neue Platzprojekt, das schon zum 100. Geburtstag geplant gewesen war, lässt den Klub hoffen


Nein, die Qualität vergangener Jahre haben wir nicht mehr“, gibt Routinier Bernhard Huber-Rieder zu. Trotzdem spielen die Wallerseer weiter eine gute Rolle in der Salzburger Liga. „Wir haben bewusst einen Schnitt gesetzt, setzen auf jüngere Kräfte“, betont Obmann Michael Thalhammer. Perspektivspieler brauchen natürlich Zeit. So fuhr man am Samstag auch mal in Bergheim ein, gab’s ein 2: 4. Coach Tomislav Jonjic schilderte; „Vier Jungs haben unter Schmerzen gespielt. Im
Abschlusstraining konnten wir keine Schussübungen machen, weil die Stürmer nicht schießen konnten.“ Sein Fazit bislang: „Wir sind gut dabei, könnten aber drei, vier Punkte mehr haben.“ Die Pleite? Kein Beinbruch. „Es ist nur bitter, dass wir jetzt hinter Thalgau liegen“, schmunzelt Huber-Rieder. Der als einer von drei aus Regionalliga-Tagen übrig geblieben ist.

Von damals, als der Klub wegen des Grödiger Profi-Rückzugs aus der Westliga abstieg, ist nicht mehr viel übrig. Außer die in die Jahre gekommene Anlage. Diesbezüglich besteht nun aber ein Hoffnungsschimmer. Zwar war die Stimmung im Keller, als die Gemeinde signalisierte, dass
sich ein Neubau zum 100-Jahr-Jubiläum 2022 nicht ausgeht. „Nächstes Jahr soll aber ein Architektenwettbewerb stattfinden“, hat Thalhammer ein Fernziel.

Das Problem: Auf dem uralten Kunstgrün mitten im Wohngebiet müssen alle Teams ran, ist das Koordinieren speziell im Nachwuchs schwierig. Das soll auf einer neuen Fläche Richtung Kleinköstendorf besser werden. Aufbruchstimmung täte dem ganzen Klub gut. „Wir haben ja immer noch den Ruf als Spitzenteam der Liga, gegen das sich alle extra reinhängen“, weiß Huber-Rieder.


W. Hofbauer