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Kronen Zeitung

14.10.2020, 09:04
Regionalliga Mitte
LT1 OÖ Liga

FUSSBALL EXTRA:

Auch Arme haben Goldbeine

Kronen Zeitung
▶ Finanziell schwächere Vereine sorgen in mehreren Ligen für Furore! ▶ Umgekehrt schwächeln viele mit wirtschaftlich besserer Basis! ▶ Budgets in den einzelnen Leistungsklassen schwanken teils enorm


Die Letzten werden die Ersten sein“, heißt es in der Bibel ... „Auch Arme haben Goldbeine“, hingegen aktuell des öfteren im Fußball-Unterhaus.

Regionalliga:
St. Anna ist kein Finanz-Krösus, steht nach dem 1: 0 bei WAC II aber dank eingespielter Truppe und guter Einzelkönner wie Ex-Profi Michael Tieber oben. Ähnlich wie Gurten profitiert man nicht von einem großen Geldgeber, sondern lebt von vielen kleinen. Die in Gurten etwa an den 160 Werbebanden sichtbar sind.

OÖ-Liga:
„Wir haben Oedt geschlagen, damit unser Saisonziel erreicht“, heißt es oft süffisant nach einem Sieg über die Trauner. Die gegen Pregarten 2: 0 gewannen, die Tabellenspitze mit sechs Punkten Abstand als Sechster jedoch nur mit dem Fernglas sehen. Dafür haben sich die finanzschwächeren Klubs aus St. Martin, Mondsee oder Micheldorf oben festgebissen.

400.000 Euro in Liga 4
Insider sprechen von Top-Budgets von an die 400.000 Euro, andere kämpfen mit nicht einmal der Hälfte. Bei Oedt ist das oft kolportierte große Verdienen als Profi Geschichte. Gutes Geld gibt es nur für die, die auch in der Top-Spedition Transdanubia von Mäzen Franz Graz Top-Leistungen erbringen.

Landesligen:
Trotz des 0:2 gegen St. Ulrich ist Admira im Osten Zweiter. Obwohl die Linzer finanziell eher nicht Landesliga-reif sind. Pro Punkt erhalten etwa die Spieler 25 Euro. Mehr Aufwandsentschädigung gibt’s nicht. Dafür würde mancher Achtliga-Kicker nicht einmal die Schuhe anziehen! Damit ist Admira aber ein Einzelfall. Die Budgets in Liga 5 betragen bis zu 300.000 Euro. Davon kann St. Magdalena nur träumen, obwohl die Urfahraner jährlich einen sechsstelligen Betrag für Infrastruktur und Nachwuchs ausgeben müssen.

Oft helfen Mäzene
Fünftligisten wie Dietach oder Bad Leonfelden tun sich da leichter. Sie haben im Hintergrund Mäzene. In Leonfelden ist das der dort geborene Franz Grad. Top-Torjäger David Radouch etwa arbeitet bei Transdanubia in Budweis. Geht’s nach dem reinen Fußball-Verdienst, würde er wo anders spielen ...

M. Neißl/D. Lemberger, Kronen Zeitung