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USV Fliesen Klampfer Gabersdorf

08.10.2020, 20:08
Steiermark
Oberliga Mitte West

Enttäuschung gegen Tabellenschlusslicht Bärnbach

Teamreporter
Wie man aus dem Tennis weiß, ist es schwer ein Break zu bestätigen. Das folgende Aufschlagspiel ist oft entscheidend, in welche Richtung sich ein Match entwickelt. Genauso war es für die Kampfmannschaft des USV Fliesen Klampfer Gabersdorf. In Runde 5 überraschte man mit einem Heimsieg gegen den Tabellenführer aus Mooskirchen. Zugleich der erste Sieg im Herbst. Eine Woche später kam aber der Tabellenletzte aus Bärnbach in die AW-Versicherungsmakler-Arena. Nun galt es, den Schwung des Erfolges in dieses Spiel mitzunehmen. Doch leichter gesagt als getan. Das Trainergespann Luttenberger/Zürngast musste abermals auf einige Spieler verzichten. Sebastian Huss saß seine Gelb/Rot-Sperre vom Mooskirchen-Match ab. David Giegerl und die beiden Langzeitverletzten Nikolas Missethan und Marco Lesacher fehlten ebenso. Der eine und andere Spieler trat trotz Wehwehchen zum Spiel an. Im Nachhinein vielleicht nicht so klug. Nachdem Marco Luttenberger wieder in die Stammformation zurückkehrte, stellte sein Vater, Thomas Luttenberger, die Mannschaft gegenüber dem Mooskirchen-Match in ein 4-2-3-1-System um. Die Gäste, die eine starke Leistung in der Vorbereitung zeigten, kamen bis dato nicht wirklich in Tritt. Bis dato...

Es dauerte nur vier Minuten, ehe die Mannschaft von Bernard Nikolla bereits zum ersten Mal jubeln konnten. Die Abwehr des USVG agierte zu zögerlich, zwischen Christoph Koinegg und Christoph Nemetz kam es zu einem Pressball, der vom Fuß des Bärnbachers mit "Karacho" im Gabersdorfer Tor landete. Zwar ein glücklicher Treffer für die Weststeirer, aber irgendwie bezeichnend für die teils kuriosen Tore, die die Gabersdorfer im Moment erhalten. Die Gastgeber versuchten es in den ersten Minuten aus der Distanz, doch die Abschlüsse von Marco Luttenberger und Dejan Kurbus verfehlten das Ziel klar. Ein Kopfball von Jungspund Lukas Neubauer nach einer knappen viertel Stunde fiel da schon gefährlicher aus. Die Phase um die 15. Minute war zugleich auch die stärkste des USVG, nachdem ein Jager-Schuss im letzten Moment von der Bärnbacher Abwehr abgefälscht wurde und der Schlussmann der Weststeirer in extremis eingreifen musste. Auch sein Gegenüber, Aljaz Pungartnik, musste in Minute 25 einen Distanzschuss aus der Ecke fischen. Routinier Dominik Maschutznig klopfte in Minute 33 und 37 jeweils am Gabersdorfer Kasten an, verfehlte aber in beiden Fällen das Gehäuse nur knapp. Mit der 1:0-Führung für die Weststeirer ging es in die Halbzeitpause.

Die Partie brauchte zu Beginn der zweiten Hälfte keine Anlaufzeit. Kurz nach Wiederanpfiff war es der Bärnbacher Lukas Starchl, der eine Flanke nur knapp per Kopf verfehlte. Im Gegenzug schloss Marco Luttenberger einen Stangler direkt ab, doch Thomas Rieger bewahrte die Gäste mit einem Safe vor dem Ausgleich. In Minute 53 dann das 2:0 für die Weststeirer: Ballverlust der Gabersdorfer im Mittelfeld, Sebastian Weissenberger erhält auf der rechten Seite den Ball, schaut auf und schlenzt das Leder herrlich in die linke Ecke. Die Gastgeber versuchten trotz allem den Anschlusstreffer zu erzielen. Zuerst ist es Martin Holler mit einem Kopfball, dann hat Marco Luttenberger das 1:2 auf dem Fuß. Nach einer Stunde nagelte Holler den Ball an den rechten Pfosten. Während die Kugel auf der einen Seite nicht rein wollte, legte die andere nach: Eckball von rechts, David Raschl steht am kurzen Eck und köpfelt den Ball aus kurzer Distanz in die Maschen. Die Vorentscheidung? Nicht wirklich! Nejc Jager stellte mittels Doppelpack in Minute 70 und 81 auf 2:3! Sollte es doch noch zu einem Comeback kommen? Nein! Denn nur vier Minuten später stellten die Weststeirer auf 2:4. Christoph Nemetz verwertete einen Corner per Kopf und ließ die Gastgeber endgültig ins Tal der Tränen abdriften. Nemetz mit seinem zweiten Treffer an diesem Abend, der USVG mit der vierten Niederlage im sechsten Meisterschaftsspiel.

Sieg gegen Tabellenführer gefolgt von einer Niederlage gegen den Tabellenletzten. Die Leistungen der USVG-Kampfmannschaft schwanken zu sehr im unteren Bereich. Natürlich ist es schwer aus der Talsohle heraus zu kommen, aber lamentieren ist die schlechteste Form, um es wirklich zu schaffen. Daher gibt es nur eine Devise: Anpacken, Hintern zusammenkneifen, das Herz in die Hand nehmen und sich an die tolle Leistung gegen Mooskirchen erinnern. Dann wird's wieder gut...
Die nächste Chance dazu gibt es am kommenden Freitag, 9.10.2020 um 19 Uhr im Walter-Niederkofler-Stadion zu Pachern.