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Kronen Zeitung

am 21.9.

NACH RAPIDS AUFTRITT

Erinnerungen an Chaos-Jahre: Warnung von Kühbauer

Kronen Zeitung
Rapids schläfriger Auftritt beim 1:1 in Graz erinnerte an vergangene Chaos-Jahre mit Doppelbelastung in Europa. Trainer Didi Kühbauer warnt seine Mannschaft und denkt nicht daran, Jungstar Demir zu verheizen.

„Nicht unsere Woche. Abhaken, weitermachen, und wir werden wieder siegen.“ Der Blick von Kapitän Ljubicic war nach dem 1:1 in Graz schon wieder nach vorne gerichtet. Aber ganz so leicht dürfen es sich die Rapidler nach dem 70-minütigen Tiefschlaf-Auftritt nicht machen. Trainer Didi Kühbauer nannte es „lethargisch. Diese Spiele will ich nicht allzu oft sehen.“


TitelCreditBild: GEPA


Eine Warnung. Die Chaos-Saisonen 2016/17 (Platz fünf) und 2018/19 (Rang sieben) sollte sich in Hütteldorf jeder in Erinnerung rufen. Da „schmeckte“ Rapid die europäische Doppelbelastung nicht, wurde viel gejammert, blamierte man sich in der Liga. Und der echte Stress mit der Europa League geht jetzt ja erst am 22. Oktober so richtig los. In Graz war man höchstens vom 1:2 in Gent mental angeknackst, aber körperlich voll auf der Höhe. Rapid konnte im Finish sogar noch zulegen. Daher Didis Warnung!


TitelCreditBild: GEPA pictures


Leben eingehaucht
Zumal sich gestern auch der lockere 4:1-Sieg zum Liga-Start gegen die Admira relativierte. St. Pölten putzte die Südstädter ja auch mit 5:0 weg. Nächsten Samstag gastiert Rapid beim Derby-Sieger. Da dürfte Yusuf Demir, der wie in Gent auch in Graz Rapid Leben einhauchte, erneut traf, wohl wieder Joker sein. Was die Fans nicht verstehen, aber Kühbauer begründet: „Im Moment ist Yusi stärker, wenn er ins Spiel kommt. Ich werde den Jungen nicht verheizen. Ich weiß genau, was ich mit ihm mache. Die Spielzeit, die er jetzt kriegt, ist genau richtig.“


Spätestens 2021
Wobei der 17-Jährige auch als Joker bereits zur grün-weißen Lebensversicherung wird. Seine Einsatzzeiten werden sich steigern. Spätestens im Sommer 2021 ist Demir dann aber wohl weg. Außer Rapid wirft in finanziellen Nöten schon jetzt die Nerven weg. Aber da lässt man in der Transferperiode (bis 5. Oktober) eher Fountas oder Ljubicic ziehen. Noch bevor man in der zweiten Cup-Runde Wr. Neustadt empfängt.


Rainer Bortenschlager, Kronen Zeitung