SV Straßwalchen 1:3 SV Bürmoos
Aggressives, dynamisches und laufstarkes" Straßwalchen muss sich Bürmoos geschlagen geben
In der 6. Runde der
Salzburger Liga forderte der SV Straßwalchen gestern auf heimischem Geviert den SV Bürmoos heraus. Nach leidenschaftlichen, aber letztlich torlosen ersten 45 Minuten, machten die Bürmooser nach dem Wiederbeginn Ernst und fuhren am Ende einen 3:1-Auswärtssieg ein. Die Erlösung aus Sicht des SVB gelang Kirchtag erst im Nachschlag.
Beide Teams lieferten sich einen beinharten Kampf
In der Straßwalchener Negova-Arena ging's gestern Nachmittag recht kampfbetont zur Sache. "Straßwalchen war aggressiv, dynamisch und laufstark. Mit ihrem Pressing haben sie es uns alles andere als leicht gemacht", sprach Bürmoos-Coach Bernhard Kletzl dem Gegner ein dickes Lob aus. Nach der Anfangsphase, in der viel über Zweikämpfe gegangen war, fanden die Bürmooser immer besser ins Spiel. "Wir haben den Kampf angenommen und probiert, Fußball zu spielen. Natürlich auch mit einem gewissen Risiko, da Straßwalchen nach wie vor gepresst hat", so Kletzl weiter. Im Laufe des ersten Spielabschnitts schafften es die Gäste, mehr Spielanteile zu verbuchen und sahen dabei dem Führungstreffer direkt ins Auge: SVB-Boy Raphael Clement ließ jedoch einen Hochkaräter aus. "Einen 1000%igen", trauerte Kletzl dieser verjuxten Großchance nach.
Spannung bis zum Schlusspfiff
"In der Halbzeitpause waren wir uns sicher, dass der Gegner dieses Tempo nicht 90 Minuten durchhalten wird", schilderte der Bürmooser Übungsleiter. Wie von den Gästen erwartet, ging den Hausherren in Halbzeit zwei etwas die Puste aus. Der SVB kam zu ein, zwei guten Einschussgelegenheiten und konnte sich in der 64. Spielminute für all den Aufwand schließlich belohnen: Ein Manuel Jung-Schuss wurde von Straßwalchens Pöllhuber so tückisch abgefälscht, dass Heim-Schlussmann Burger nichts mehr machen konnte - 0:1. Nur wenige Minuten nach dem Dosenöffner zwickte die Kletzl-Elf neuerlich zu: Raphael Clement drückte einen Michael Switil-Assist über die Linie - 0:2 (71.). "Damit hat er die vertane Möglichkeit aus Durchgang eins wiedergutgemacht", strahlte Kletzl. Trotz des fast schon aussichtslosen 0:2-Rückstandes steckte Straßwalchen zu keiner Phase des Spiels auf. Nachdem Abwehrrecke Felix Auinger bei einem Corner seine ganze Körperlänge ausspielte und auf 1:2 stellte (88.), war in der Negova-Arena Dramatik pur angesagt. Die Heimelf schmiss im Endspurt noch einmal alles nach vorne, ging "all in", wartete auf den Ausgleichstreffer schlussendlich vergebens. Ganz im Gegenteil: Weil nach einer Straßwalchen-Ecke die Kirsche zu Gäste-Akteur Philip Kirchtag kam und keiner der Königseder Schützlinge Lust aufs Absichern hatte, legte dieser das Ei, nach elendslangen Sprint mit Ball am Fuß, ins verwaiste Nest - 1:3 (94.). "Straßwalchen war bemüht und für uns unangenehm zu bespielen. Wegen des Chancenpluses geht der Sieg aber vollkommen in Ordnung", sagte Kletzl abschließend, der die Grün-Weißen wesentlich stärker einschätzt, als die Tabelle wiederspiegelt: "Gegen die wird sich die ein oder andere Mannschaft noch die Zähne ausbeißen."
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