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USV Fliesen Klampfer Gabersdorf

07.09.2020, 11:51
Steiermark
Oberliga Mitte West

Keine Punkte in der Weststeiermark

Robert Divo
Seit dem Aufstieg in die Oberliga ist der Verletzungsteufel ständiger Begleiter des USV Fliesen Klampfer Gabersdorf. Haben sich im ersten Jahr (18/19) nach wenigen Runden beide Spielmacher (Valentino Novosel und Marco Luttenberger) für den Rest der Saison verabschieden müssen, so war es in der zweiten Saison (19/20) vor allem David Katzianschütz, der nur wenige Einsätze im Herbst verzeichnen konnte. Zusätzlich zwangen immer neue kleinere Wehwehchen diverse Spieler dazu, zu pausieren. Im Frühjahr dann die Diagnose bei Zan Bracko - doppelter Leistenbruch. Eine eventuelle Rückkehr nicht vor 2021. Nach den Abgängen von Jonas Lang und David Katzianschütz musste man in der Offensive neue Leute holen und tat dies mit Nejc Jager sowie Nikolas Missethan. Letztgenannter musste nach nur zwei Wochen Vorbereitung passen und feststellen, dass der Meniskus zwickt. Also auch hier unters Messer. Rückkehr frühestens im Oktober 2020. Anfang der Woche dann die nächste Hiobsbotschaft: Martin Holler erkrankt. Dauer des Ausfalls: Unbekannt! So blieb USVG-Coach Thomas Luttenberger nichts anderes übrig, als an vorderster Front umzustellen. Nejc Jager wurde als einzige Spitze nach vorne beordert. Blaz Roskar übernahm die linke Außenbahn, während David Giegerl hinter ihm als linker Außenverteidiger begann. Der Gastgeber, ASK Köflach, hat sich im Sommer vor allem mit kroatischen Legionären verstärkt. Wie schon in der ersten Runde gegen Großklein, galten auch in dieser Partie die Kontrahenten aus der Weststeiermark als leichter Favorit.

Die ersten Minuten des Spieles begannen vielversprechend für die Gäste. Köflach wartete ab und sah sich das Geschehen eher aus der eigenen Hälfte an, wo sich auch der Großteil der ersten viertel Stunde abspielte. Chancen? Es gab keine! Die Gastgeber wurden nach 20 Minuten mutiger und übernahmen immer mehr das Kommando. Die ersten Möglichkeiten durch Lukas Sidar und Benjamin Klug endeten noch unspektakulär, sollten aber zu einem Startschuss weiterer guter Chancen für die Gastgeber werden. Moritz Holzerbauer versuchte die Kugel nach 27 Minuten von der Strafraumgrenze aus ins Gabersdorfer Gehäuse zu schlenzen, doch das Leder streifte nur knapp am USVG-Tor vorbei. Kurz darauf war es Bozo Kozorcic mit der bis dahin besten Möglichkeit, doch der hervorragend disponierte Gäste-Schlussmann, Aljaz Pungartnik, wehrte das Spielgerät in den Corner ab. Sekunden später hätte es nach einer Tripple-Chance im Gabersdorfer Kasten einschlagen MÜSSEN, doch entweder stand Pungartnik auf seinem Posten oder rutschte ein Köflacher Angreifer am Stangler vorbei. Zwei Minuten vor dem Seitenwechsel dann aber die erste Topchance für die Gäste. Nach einer Flanke von Blaz Roskar, stand Nejc Jager mitten im Strafraum völlig frei, sein Kopfball segelte aber weit über das heimische Gehäuse. Mit einem glücklichen 0:0 für den USV Gabersdorf ging es in die Kabinen.

Sofort nach Wiederbeginn die nächste verletzungsbedingte Hiobsbotschaft für Coach Thomas Luttenberger, als David Giegerl mit einer Oberschenkel-Verletzung vom Feld musste. Marco Lesacher kam für den angeschlagenen Verteidiger. Die Gäste bekamen die Partie einfach nicht in den Griff. Nach 51 Minuten dann das 1:0 für den ASK Köflach. Eine Freistoß-Flanke segelte in den Gabersdorf-Strafraum, wo Niko Maric am höchsten in die Luft stieg und das Leder per Kopf ins lange Eck zur verdienten Führung für die Gastgeber versenkte. In der 57. Minute konnte auch der USVG zum ersten Mal in Hälfte zwei eine Top-Möglichkeit anschreiben: Marco Luttenberger zirkelte einen Freistoß aus ca. 22 Metern nur knapp am linken Pfosten vorbei. Zwei Chancen des ASK, folgten zwei Chancen des USVG. Neun Minuten vor dem Ende hätte Marko Zubak alles klar machen können für die Heimischen, doch statt abzuschließen, versuchte es der Köflacher mit einem Stangler - allerdings ins Niemandsland. Fünf Minuten vor Schluss warf Thomas Luttemberger alles nach vorne, doch nichts ging mehr für das Gästeteam. Kurz vor dem Schlusspfiff sorgte Benjamin Klug, nach einem Abwehrfehler, für Jubelstimmung in der Weststeiermark und versenkte die Kugel im zweiten Versuch zur Entscheidung für den ASK Köflach.

Nach dieser Niederlage herrscht vorerst einmal Katerstimmung beim USVG. Dafür bleibt aber nicht viel Zeit, denn schon am kommenden Freitag, 11.9.2020, um 19:30 Uhr geht es in der AW-Versicherungsmakler-Arena weiter mit dem nächsten Derby gegen den SV Straß.