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Kronen Zeitung

31.08.2020, 18:55
Salzburg
Regionalliga Salzburg

REGIONALLIGA SALZBURG

Gladbach im Kopf

Kronen Zeitung
Pinzgau-Trainer Christian Ziege ist nach dem schwachen Saisonstart noch nicht nervös. Seine Saalfeldener bekommen aber viel zu leicht Gegentore. Indes jubeln die Väter des ersten Grünauer Sieges über eine ereignisreiche Woche.

Nur müde sieben von fünfzehn möglichen Punkten holte der FC Pinzgau aus den ersten fünf Spielen in der Regionalliga Salzburg. Für das favorisierte Team von Trainer Christian Ziege zu wenig. Beim 2:2 gegen Bischofshofen verspielte man eine komfortable Führung. „Wir bekommen zu einfache Gegentore, dadurch hauchen wir dem Gegner immer Leben ein“, haderte Ziege.

Die Saalfeldener dürfen sich in den nächsten Spielen – schon Dienstag geht es zum SAK – keine Umfaller mehr leisten. Druck verspürt Ziege aber keinen. „Als ich Sportdirektor in Gladbach war, war das klare Ziel der Aufstieg in die Bundesliga. Nach fünf Spieltagen waren wir auf Platz 14, am Ende stiegen wir als Meister auf. Dort hatte ich Druck, bei Saalfelden ist die Situation anders“, erzählte der Deutsche. Auch dass die Gegner, aufgrund der hohen Pinzgauer Ansprüche, unbedingt den Favoriten ärgern wollen, fällt Ziege auf: „Gegen uns sind alle doppelt motiviert. Es läuft nicht alles gut bisher, aber ich glaube an meine Mannschaft.“

Erneut im fünften Spiel

Das betonte auch Grünau-Coach Frank Aigner nach punktelosem Liga-Start, prophezeite fürs Heimspiel gegen Kuchl – wie schon im Vorjahr gegen Austria – in Runde fünf die Wende. Die dank Alex Strobl, der Hübls Foulelfer hielt, und Christian Schnöll, der effektvoll das 2:1-Siegtor erzielte, im letzten Abdruck gelang.

„Super, für uns ganz wichtig. Wir haben immer gekämpft. Diesmal kam das Glück, das uns gefehlt hat, zurück“, strahlte der Wirbelwind. Deshalb schrammte er auch knapp an der Ampelkarte vorbei. Dass er erstmals von der Bank kam, war ausgemacht: Der 24-Jährige bestand unter der Woche seine Polizei-Abschlussprüfung. „Schnölli“: „Das hat alles zusammengepasst.“

Soll Donnerstag auch für Strobl („Ich hab mich beim Elfer für die rechte Ecke entschieden, war dort“) gelten. Da hat der Goalie im Wifi Teil zwei der Prüfung zum medizinischen Masseur. Und der Sieg? „Echt lässig, so stellen wir uns das vor.“


Robert Groiss, Kronen Zeitung

Philip Kirchtag, Kronen Zeitung