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Kronen Zeitung

11.08.2020, 08:03
Regionalliga Mitte
Champions-Steirer-Cup powered by Land Steiermark

VOR ERSTEM SPIEL

Corona-Kick: Im Unterhaus regiert der Babyelefant

Kronen Zeitung
Mit dem Spiel des neuartigen Champions-Cups (der ehemalige Steirer-Cup) am Freitag zwischen Groß St. Florian und Deutschlandsberg (19) beginnt am Freitag die Corona-Saison im steirischen Fußball-Unterhaus. Vor der Generalprobe rennt man beim Veranstalter von Pontius zu Pilatus.

Nichts ist wie es war. Davon können die Funktionäre von Regionalligist Deutschlandsberg ein Liedchen singen. Eigentlich hätte das erste steirische Bewerbsspiel im Fußball-Unterhaus seit Corona am Freitag in Groß St. Florian (UL West) steigen sollen - „wegen der Umsetzbarkeit des Präventionskonzeptes hat man uns aber gefragt, ob wir das Spiel bei uns im Stadion veranstalten können“, so DSC-Chef Klaus Suppan. Der wie der Rest der Funktionäre vor dem ersten Ankick nun alle Hände voll zu tun hat

„Man muss den Zuschauern zugewiesene Sitzplätze anbieten können. Es muss auch der Abstand zwischen den einzelnen Gruppen gewährleistet werden können.“ Weshalb die Holzbänke im Koralmstadion nun unterteilt, mit Nummerierungen versehen werden. Bei gekennzeichneten Sitzplätzen dürfen bis zu maximal 500 Fans ins Stadion. Für den reibungslosen Ablauf stellt der Klub einen Covid-Beauftragten ab.

DSC-Coach Christoph MeierTitelCreditBild: Richard Heintz


„Der Papa unseres Sportchefs Philip Leitinger übernimmt das Fiebermessen der Akteure, wir haben extra zwei Geräte zur kontaktlosen Messung angeschafft.“ Zuschauer müssen nicht Fieber messen, es liegen aber Formulare beim Eingang auf, die der besseren Nachverfolgung im Falle des Falles dienen. Vorzugsweise hat jeder einen eigenen Kugelschreiber zu benützen.

Suppan hat seinen Humor dennoch nicht verloren. „Der Freund meiner Tochter fertigt uns einen Babyelefanten aus Holz an, den bemalen wir in den Vereinsfarben und stellen ihn gut sichtbar hin.“ Und dann hofft man, dass nichts passiert. „Denn dauerhafte Corona-Tests kann sich ein Amateurklub nicht leisten.“

Georg Kallinger, Kronen Zeitung